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Kubikmeterweise landet Bauaushub, Strauch- und Rasenschnitt im Wald an der Karl-Philipp-Straße. Ortschaftsrat und Ortsverwaltung favorisieren dort die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets. Fotos: Meyer
Kubikmeterweise landet Bauaushub, Strauch- und Rasenschnitt im Wald an der Karl-Philipp-Straße. Ortschaftsrat und Ortsverwaltung favorisieren dort die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets. Fotos: Meyer
Auch die Holzabfälle gehören hier nicht her. Es ist wie wie oft bei wilden Ablagerungen: Jede zieht eine weitere nach sich.
Auch die Holzabfälle gehören hier nicht her. Es ist wie wie oft bei wilden Ablagerungen: Jede zieht eine weitere nach sich.
13.09.2018

Büchenbronn fühlt sich übergangen: Ortsteil beharrt trotz Naturschutz auf Flächen für Firmen

Pforzheim-Büchenbronn. Zu gerne hätten die Büchenbronner Ortschaftsräte und Ortsvorsteher Bernhard Schuler aus berufenem Munde erfahren, was der Oberbürgermeister im Ratssaal zu den zwei drängendsten Gewerbethemen im Höhenstadtteil sagt, doch Peter Boch war kurzfristig wegen der Einführung des Freudenstädter Landrats verhindert.

Also beließen es die Räte bei der einstimmigen Forderung: Ein Teil des Waldes an der Karl-Philipp-Straße wird als Erweiterungsfläche des bestehenden Gewerbegebiets ausgewiesen (um den angedrohten Wegzug namhafter Unternehmen als Steuerzahler und Arbeitgeber zu verhindern), und die Wiese nördlich der Lerchenstraße in Richtung Wacholder darf durch den Betreiber des Edeka-Markts (bisher am Westring) sowie einen Drogerie-Markt inklusive 120 Parkplätze bebaut werden.

So, wie es beim angestrebten Lidl-Neubau auf dem Areal des Hauptgüterbahnhofs um die Abwägung Wirtschaftlichkeit kontra Denkmalschutz geht (beim Burger King auf der Wilferdinger Höhe ist es die Störfallverordnung), muss wohl das Regierungspräsidium in Karlsruhe entscheiden, was schwerer wiegt: die wirtschaftlichen Interessen des Ortsteils beziehungsweise von Unternehmen – oder die Bedeutung von Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebieten, von denen Büchenbronn umgeben ist.

Diese Unternehmen zeigen sich – was in erster Linie dem Netzwerk von Ex-Ortschaftsrätin Marianne Rittmann, Witwe des verstorbenen ehemaligen Ortsvorstehers Walter Rittmann, und Vorsitzende des Vereins „Büchle“ zu verdanken ist – sehr spendabel, was Spenden zum Wohl des Ortsteils angingen und angehen (wie beispielsweise der heute einzuweihende Bewegungsparcours beim Schlägle). Ähnlich wie im Eingangsbereich des Kulturhauses Osterfeld soll allen Sponsoren mit einer Tafel hinter Plexiglas für jedermann sichtbar gedankt werden. Das wird ebenso auf den Weg gebracht wie ein stilisierter Köhler auf dem Rathausplatz, ebenfalls gestiftet von „Büchle“. Die Statue soll an die Vergangenheit Büchenbronns als Köhler-Dorf erinnern.

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