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Reinhard Klein sieht dringenden Handlungsbedarf. Spuren im Matsch zeigen, dass jüngst auch ein Tanklastwagen die enge Kurve nicht gekriegt hat. Foto: Seibel
Reinhard Klein sieht dringenden Handlungsbedarf. Spuren im Matsch zeigen, dass jüngst auch ein Tanklastwagen die enge Kurve nicht gekriegt hat. Foto: Seibel
30.12.2016

Büchenbronner Anlieger sehen in Kurvenbereich eine potenzielle Gefahrenquelle

Pforzheim-Büchenbronn. Eng geht es zu an der Ecke Am Gaisbügel/Lange Straße in Büchenbronn. Das wird auch nach der neuen Bebauung des dortigen Grundstücks so bleiben. Was Anwohner umtreibt, hat die Stadtverwaltung im Blick. Sie verweist auf einen Ortstermin und auf eine dabei gefundene, aus ihrer Sicht akzeptable Lösung. Einige Anlieger bleiben skeptisch.

Wiederholt und eindringlich hat Reinhard Klein für die Bürgerliste und den Bürgerverein Büchenbronn im Schreiben an Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler auf diesen Engpass vor seiner eigenen Haustür hingewiesen. Kurz nachdem sich die PZ ein Bild von der örtlichen Gegebenheit gemacht hatte, meldeten sich weitere Anlieger mit ähnlichem Tenor zu Wort. Laut Klein bergen diese Kreuzung und die beengte Fahrbahn Am Gaisbügel „erhebliche Gefahrenpotenziale“. Beleg dafür, dass große Fahrzeuge kaum um die Kurve zu steuern seien, sei der immer wieder eingedrückte Zaun gewesen. Dieser ist inzwischen verschwunden, das Areal gerodet. Nach PZ-Informationen werden mehrere Wohnhäuser entstehen. Nach Kleins Vorstellung hätte die Stadt das Bauvorhaben, gegen das er Widerspruch einlegte, stoppen und Teile des Grundstücks erwerben sollen, um die Engstelle zu erweitern und zu späterer Zeit einen ortsstraßenmäßigen Ausbau zu ermöglichen. Er warnt vor möglichen „verhängnisvollen“ Unfällen und „bösen Folgen“.

In einer Antwort an Klein berichtet Bürgermeisterin Schüssler, dass dessen Anliegen „einige Ämter und Stellen der Stadt in Anspruch“ genommen habe. Die Situation vor Ort sei überprüft worden, man habe Fahrversuche unternommen. Schüssler räumt ein, dass besagte Stelle „beengte Verhältnisse“ aufweise, die ein Abbiegen gerade für Großfahrzeuge erschwerten. Die beteiligten Ämter hätten daher empfohlen, im Kurvenbereich des Grundstücks einen Abschnitt von einem halben Meter freizuhalten, der etwa Rettungsfahrzeugen als „Überhangfläche“ dienen soll. Da der neue Eigentümer dort aber ohnehin keine Bebauung plane, habe dieses Thema im Genehmigungsverfahren nicht behandelt werden können. Derzeit erstelle das Grünflächen- und Tiefbauamt einen Straßenplan, der „die entsprechenden Schleppradien der verschiedenen Verkehrsarten darstellt und den Freihaltebereich markiert“. Anhand dieses Plans werde man mit dem Bauherrn die künftige Gestaltung dieses Bereichs erörtern. Außerdem werde ein Einfahrverbot für bestimmte Fahrzeuge geprüft.

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