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Alles andere als Kleingeld: Auf eine Million Euro summieren sich die Außenstände für Müllgebühren, die säumige Zahler bei Pforzheims Stadtverwaltung haben. Grochowski
Alles andere als Kleingeld: Auf eine Million Euro summieren sich die Außenstände für Müllgebühren, die säumige Zahler bei Pforzheims Stadtverwaltung haben. Grochowski
08.10.2015

Bürger haben eine Million Euro Müll-Schulden bei der Stadt

Pforzheim. Mit überquellenden Mülltonnen und zugeparkten Anfahrtswegen für die Abfuhr hat sich der Bau- und Liegenschaftsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Fakten zur Zahlungsmoral vieler Pforzheimer kamen erst später und nichtöffentlich auf den Tisch. Sie sind erschreckend. Nach PZ-Informationen haben 8000 Bürger Schulden bei der Stadt, weil sie ihre Müllgebühren nicht bezahlen.

Auf insgesamt eine Million Euro beläuft sich dieser Außenstand. Die Stadtverwaltung sieht sich zum Handeln gezwungen und will künftig auch Vermieter von Wohnungen finanziell in die Pflicht nehmen. Sprich: Prellt der Mieter die Stadt, muss der Eigentümer für ihn in die Tasche greifen.

Der städtische Sprecher Philip Mukherjee bestätigt, dass die Zahl der säumigen Gebührenzahler und ihrer Außenstände derart nach oben geschnellt ist. Früher seien die öffentlich-rechtlichen Abfallgebühren per Einheitsbescheid gemeinsam mit Strom und Wasser in Rechnung gestellt worden. Weil eine Trennung notwendig wurde, flattern nun ein Bescheid für die Leistungen der Stadtwerke Pforzheim und separat eine Gebührenrechnung für die Abfallentsorgung durch die Technischen Dienste ins Haus. Seither habe die Zahlungsmoral „sehr stark nachgelassen“. Wie Mukherjee betont, ist dies nicht nur in Pforzheim ein Problem, sondern in vielen weiteren Städten und Landkreisen.

Andernorts wurde darauf durch eine geänderte Abfallsatzung reagiert. Und das will auch die Pforzheimer Verwaltung nun durchsetzen.

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