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22.02.2016

Bürgerinitiative Hohenäcker sieht sich im Widerstand gegen Asylunterkunft bestätigt

Pforzheim. Die Bürgerinitiative Hohenäcker erhält eigenen Angaben zufolge großen Zuspruch und Verständnis aus der Bevölkerung für ihr Vorgehen zur geplanten Asylunterkunft an der Wilhelm-Lenz-Straße. Wie berichtet, hatte die Bürgerinitiative Hohenäcker gegen den von der Stadt zugestellten Bauantrag der Arlinger Baugenossenschaft Einspruch erhoben.

Auf Online-Portalen und in persönlichen Briefen und Mails rate man der Bürgerinitiative notfalls bis in die höchste Instanz gegen diesen „sich nicht an den Bebauungsplan und geltendes Recht haltenden Antrag“ zu klagen. Der eingereichte Bauantrag halte sich in Teilen nicht an die gesetzlichen Vorgaben für den Bau einer Asylunterkunft und widerspreche in vielen Punkten dem gültigen Bebauungsplan für dieses Gebiet, so die BI. Abgesehen davon, dass der geplante Bau einer sozialen Einrichtung neben dem bereits existierenden Gebäude einer weiteren großen sozialen Einrichtung – der Schwerbehindertenwerkstatt der Caritas – in einem für solche Einrichtungen nicht vorgesehenen Gebiet gebaut werden solle, werde die genehmigungsfähige Bauhöhe sowie zulässige Geschossanzahl im Bauantrag deutlich überschritten. Des Weiteren würden im Antrag weder Baufenster noch Grenzabstände eingehalten. Insgesamt sei der dreigeschossige Bau für die Unterbringung von 40 Asylbewerbern überdimensioniert und ohne bekannte Nachnutzungsperspektive geplant und sei jetzt fast doppelt so groß wie auf Informationsveranstaltungen vorgestellt.

Die Bürgerinitiative vermutet hinter dieser überdimensionierten Planung eine schrittweise Nachverdichtung der Unterkunft auf weitaus mehr als die über den Gemeinderat beschlossenen 40 Asylbewerber. pm