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04.05.2009

Bürgermeister Uhlig: "Ich bleibe Pforzheim treu"

Jetzt ist es offiziell. Was PZ-news bereits am Sonntagabend und die „Pforzheimer Zeitung“ in ihrer Montagausgabe verkündet haben, ist nun von Alexander Uhlig in einer Pressemitteilung bestätigt worden. Der Pforzheimer Bürgermeister will nicht für die Bruchsaler CDU um den Posten des Oberbürgermeisters in der Spargelstadt kandidieren.

„Ich bestätige, dass aus Bruchsal die Frage an mich gerichtet wurde, ob ich mich für die Nachfolge des langjährigen Oberbürgermeisters Bernd Doll interessiere. Es ehrt mich, dass in diesem Zusammenhang an mich gedacht wurde“, schreibt Uhlig. Doch dem höflichen Dankeschön für die Einladung folgt die Absage: „Ich habe mich dazu entschlossen, in Pforzheim zu bleiben und meine Kraft weiterhin für das Amt des Bau-, Planungs- und Umweltdezernenten einzusetzen. Dies ist keine Entscheidung gegen Bruchsal, sondern eine Entscheidung für Pforzheim.“

2008 wurde Uhlig vom Gemeinderat der Stadt Pforzheim für acht Jahre in seinem Bürgermeister-Amt bestätigt. Diese Hürde hatte er vergleichsweise leicht genommen. Was er wenige Wochen zuvor nicht geschafft hat, war der Sprung auf den Posten des Ersten Bürgermeisters der Stadt Pforzheim. In seiner eigenen CDU-Fraktion hatte man sich auf den in baden-württembergischen Landesdiensten stehenden Tourismus-Förderer Roger Heidt geeinigt, der dann auch mit nicht gerade überwältigender Mehrheit zum ersten Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Christel Augenstein gewählt wurde.

Vor diesem Hintergrund hatte es eine Zeit lang so ausgesehen, als könnte Uhlig tatsächlich mit dem Gedanken gespielt haben, die Gold- mit der Spargelstadt einzutauschen, zumal die Bruchsaler CDU offensichtlich keine Bedenken gehabt hat, ihn gleich auf den obersten Chefsessel zu befördern. Sein Job im Norden des Musterländles wäre vielleicht sogar etwas einfacher gewesen als in seiner aktuellen Heimatstadt, deren wirtschaftliche Eckdaten und soziale Probleme nicht unbedingt ein fröhliches, entspanntes Planen und Gestalten anklingen lassen.

Aber Uhlig will sich nicht auf einen OB-Wahlkampf einlassen. „Ich bleibe Pforzheim treu!“, schreibt er in seiner Pressemitteilung. Und er erklärt auch, warum er lieber Baubürgermeister in Pforzheim bleiben will: „Besonders am Herzen liegen mir dabei zum Beispiel die Realisierung der Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplans sowie die Vorbereitung und Durchführung einer zweiten Landesgartenschau in der Innenstadt.“ Da wartet viel Arbeit auf ihn. Eigentlich schon ein fast unbezwingbarer Berg an Arbeit, wenn man sich die Verkehrssituation in Pforzheim ansieht.