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Bürgermeister Alexander Uhlig (links) hat ein Jahr lang die ehemaligen Dezernats-Aufgaben von Oberbürgermeister Gert Hager übernommen. Jetzt soll er entlastet werden, bis ein neuer, vierter Bürgermeister gefunden ist.
Bürgermeister Alexander Uhlig (links) hat ein Jahr lang die ehemaligen Dezernats-Aufgaben von Oberbürgermeister Gert Hager übernommen. Jetzt soll er entlastet werden, bis ein neuer, vierter Bürgermeister gefunden ist. © PZ-Archiv
15.09.2010

Bürgermeister verteilen ihre Aufgaben neu

PFORZHEIM. Drei Bürgermeister führen das Pforzheimer Rathaus nunmehr seit einem Jahr durch teilweise „schweres Wasser“. Seitdem der früher dem Dezernat III (Jugend, Soziales, Bildung, Sport, Kultur, Ausgleichsamt) vorstehende Bürgermeister Gert Hager zum Oberbürgermeister gewählt wurde, fehlt ein Dezernent. Bürgermeister Alexander Uhlig führt seit mehr als einem Jahr neben seinem originären Bau-, Planungs- und Umweltdezernat die Aufgaben des ehemaligen Dezernates III mit. Jetzt soll er entlastet werden.

Erst am 14. Dezember soll ein weiterer Bürgermeister vom Gemeinderat gewählt werden. Der könnte dann wohl erst im Frühjahr 2011 seine Arbeit aufnehmen. „Insbesondere in den vergangenen Monaten und die schwierige Zeit der Aufstellung eines genehmigungsfähigen Haushalts haben gezeigt, dass es nicht weiter zumutbar ist, die gesamte Arbeit und Verantwortung des Dezernats III nur einer Person aufzubürden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Pforzheim. Hager sieht es so: „Mein Kollege Alexander Uhlig ist im vergangenen Jahr weit über seine Grenzen hinaus gegangen, um diese Herkulesaufgabe zu bewältigen.“ Die Grenze der Belastbarkeit sei erreicht.

Um die zusätzliche Last nicht weiterhin bis zum Amtsantritt des neuen Dezernenten alleine beim Baudezernenten abzulegen, „haben wir Bürgermeister uns gemeinsam in den vergangenen Wochen für eine Übergangslösung, solange bis der neue Dezernent kommt, entschlossen“, so Hager weiter. Verkehrsentwicklungsplan, Innenstadtentwicklung, Schulbauten sowie die inhaltliche Vorbereitung großer Teile des Masterplans für die Stadt Pforzheim sind Schwerpunkte unmittelbar nach den Sommerferien im Uhlig-Dezernat II. Folglich soll sich Uhlig nach der Sommerpause gezielt wieder auf die Aufgaben seines ursprünglichen Bereichs konzentrieren, dennoch zusätzlich weiterhin für die Themen Schulen, Kindertagesstätten und Sport zuständig sein.

Hager wird sich in den nächsten Monaten um den gesamten, ihm ohnehin vertrauten Sozialbereich kümmern und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen: „Was ich sicherlich nicht leisten kann, ist, in diesem Bereich konzeptionell und strategisch zu wirken, das bleibt dem neuen Dezernenten vorbehalten. Mit dem Doppelhaushalt sind die wesentlichen Eckpunkte aber auch gesetzt.“

„Angesichts eines durchschnittlichen 14-Stunden Arbeitstages“, so heißt es in der Pressemitteilung, werde Hager zukünftig deutlich weniger Termine wahrnehmen können. Erster Bürgermeister Roger Heidt soll diese Lücke bis zum Dienstantritt des neuen Dezernenten schließen. Bei dieser Dienstaufteilung - und da sind sich alle Bürgermeister einig - handle es sich jedoch nur „um eine Übergangsvariante und um eine Notlösung“.