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Die Fortentwicklung der Fußgängerzone und der gesamten Innenstadt ist der Baubürgermeisterin und langjährigen Stadträtin Sibylle Schüssler immer ein Herzensanliegen gewesen. Foto: Seibel
Die Fortentwicklung der Fußgängerzone und der gesamten Innenstadt ist der Baubürgermeisterin und langjährigen Stadträtin Sibylle Schüssler immer ein Herzensanliegen gewesen. Foto: Seibel
19.05.2017

Bürgermeisterin Schüssler zum anstehenden Wechsel an der Rathausspitze

Pforzheim. Als Folge der Oberbürgermeisterwahl bekommt auch die seit einem Jahr amtierende Bürgermeisterin für Bauen, Planen, Umwelt und Kultur, Sibylle Schüssler, einen neuen Vorgesetzten. Auf den Sozialdemokraten Gert Hager, mit dem die Grüne durch ihre Zeit als Stadträtin insgesamt 15 Jahre lang und zuletzt bei der Innenstadt-Umgestaltung sehr eng zusammenarbeitete, folgt der von außen kommende CDU-Mann Peter Boch. Die PZ hat bei der 60-Jährigen nachgefragt, was sie daraus für sich und ihre inhaltliche Arbeit folgert.

PZ: Ein Chef-Wechsel weckt bei Belegschaften so gut wie immer Hoffnungen und Befürchtungen. Was überwiegt denn bei Ihnen und, nach Ihrem Eindruck, in Ihren Ämtern?

Sibylle Schüssler: Veränderungen bieten aus meiner Sicht immer große Chancen, obwohl ich natürlich weiß, dass sie auch Unsicherheit auslösen können. Da der künftige Oberbürgermeister Herr Boch aber das Thema Kommunikation nach innen und nach außen in seinem Wahlkampf ganz groß geschrieben hat, bin ich überzeugt, dass er auch innerhalb der Verwaltung die Menschen für die anstehenden Aufgaben motivieren und mitnehmen wird.

PZ: Herr Boch hat sich im Wahlkampf eher zurückhaltend zum Projekt Innenstadt Ost geäußert, das offensichtlich auch in erheblichen Teilen der Wählerschaft nicht überzeugt hat – wie sonst ließe sich der Wahlausgang erklären. Sie haben das Vorhaben im Grundsatz immer befürwortet. Wie bringen Sie es dem neuen OB näher?

Sibylle Schüssler: Ich bin mir sicher, dass sich der künftige Oberbürgermeister Herr Boch ganz intensiv mit diesem Thema beschäftigen wird, da die Anziehungskraft und Attraktivität einer Stadt, ihr Lebensgefühl, ihr Pulsschlag – einfach alles, was sie in uns auslöst – zuerst in ihrer Mitte entsteht. Und wir wollen ja alle gemeinsam Pforzheim weiterentwickeln. Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Bühne des öffentlichen Lebens müssen wieder Einzug in die Innenstadt halten, die Freiräume, die Plätze müssen die Menschen zum Verweilen einladen. Die Entwicklung des östlichen Teils der Innenstadt ist also wichtiger Impulsgeber und Katalysator für die gesamte Innenstadt und damit letztendlich für ganz Pforzheim. Der Amtsantritt von Herrn Boch Anfang August fällt ja in die Phase, wo wir endlich die Entwürfe der gesamten Bürgerschaft vorstellen und in einen öffentlichen Diskurs über eine wünschenswerte Entwicklung unter den oben angerissenen Entwicklungslinien eintreten können. Ein wichtiger Kritikpunkt der mangelnden Kommunikation fällt somit weg, zumal wir ja innerhalb des Dezernats II auch bereits intensiv eine professionelle Kommunikationsstrategie erarbeitet haben. Aber auch darüber werde ich mit Herrn Boch ins Gespräch gehen. Die Vorstellung der Zwischenergebnisse in der Öffentlichkeit, der Dialog und die Diskussion in den städtischen Gremien wird dann zeigen, wie sich das Projekt weiterentwickeln wird.

Das ganze Interview lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs. oder als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.