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Die Obdachloseneinrichtung Wichernhaus möchte einen Bürgertreff für die Notunterkünfte im Eutinger Tal ins Leben rufen.
Bürgertreff für Obdachlosensiedlung geplant © Ketterl
12.04.2011

Bürgertreff für Obdachlosensiedlung geplant

PFORZHEIM. Die Obdachloseneinrichtung Wichernhaus möchte einen Bürgertreff für die Notunterkünfte im Eutinger Tal ins Leben rufen. Dafür braucht die Einrichtung im ersten Jahr 80 000 Euro. Sie hofft jetzt auf Sponsoren.Für Jürgen Ransiek, Leiter der Obdachloseneinrichtung Wichernhaus, ist die Begleitung der armen Menschen in den Notunterkünften Unteres Enztal eine kommunale Aufgabe.

Denn Menschen leben dort, weil sie das Ordnungsamt eingewiesen hat. Bislang zahlt die Stadt aber nur wenige Wochenstunden für den Sozialarbeiter. Er versucht unter anderem alten, kranken und verwahrlosten Menschen zu helfen. Bei der Arbeit des Sozialarbeiters geht es auch darum, den Bewohnern eine Wohnperspektive außerhalb der Siedlung zu verschaffen. Während die Bürgerinitiative WiP in einem aktuellen Antrag bei der Stadtverwaltung die Aufstockung der stundenweisen Tätigkeit des Sozialarbeiters fordert (siehe Kasten), hält Ransiek eine ganze Stelle für sinnvoll.

Der Sozialarbeiter auch dafür sorgen, dass die zwei frisch sanierten und mit Zentralheizung versehenen Blocks voll belegt werden. Denn von den 16 Wohnungen seien noch sechs frei, sagt Oliver Lamprecht, Leiter der technischen Abteilung der Stadtbau. Sie ist Besitzer der Siedlung, die die Stadt für die Einweisungen angemietet hat. Momentan saniert die Stadtbau einen dritten Block am Wendehammer. Dort entstehen bis zum Sommer nochmal acht Wohnungen. Insgesamt 500 000 Euro hat die Wohnbaugesellschaft dann investiert. mof