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Zum Wohlsein: Das erste Bier nach der getanen Arbeit des Fasanstichs genehmigen sich Brauerei-Chef Michael Ketterer, der Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Bierkönigin Lisa Strauss und Veranstalter Bernd Noll (vorne, von links). Foto: Tilo Keller
O’zapft is: Dirk Büscher (rechts) hat mit drei Schlägen gekonnt das erste Fass angestochen. Den Krug hält Veranstalter Bernd Noll. Foto: Tilo Keller
Am Nachmittag rockt die „Crazy Crocodile Band“ die Bierbörse. Foto: Klimanski
25.05.2017

Büscher eröffnet Pforzheimer Bierbörse: „Wir sind eine Bierstadt“

Pforzheim. Die Geschichte der Pforzheimer Bierbörse auf dem Marktplatz vor dem Neuen Rathaus lässt sich in Zahlen erzählen, und sie beginnt mit der Feststellung: Aller guten Schläge sind drei. Just so viele, kurz und präzise ausgeführt, benötigte am Vatertag um 11 Uhr Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher, um das von der Brauerei Ketterer gestiftete 30-Liter-Fass anzustechen und das Event zu eröffnen. Als gebürtiger Westfale habe er, so Büscher in seinem kurzen Grußwort, eine Beziehung zum Thema Bier. Aber das gelte auch für Pforzheim. „Wir sind eine Bierstadt.“

Riesengaudi: Bierbörse startet am Vatertag

Bildergalerie: Ein Prosit der Gemütlichkeit auf der Bierbörse Pforzheim

Bildergalerie: Bierbörse auf dem Pforzheimer Marktplatz // 25.05.2017

Vier Tage, also bis einschließlich Sonntag, wird es dauern, und Veranstalter Bernd Noll (Alpha Marketing) wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass es sich um die fünfte Bierbörse handle, sie also schon zu einer kleinen Tradition geworden sei. Vor allem dadurch, dass sie stets am Vatertag, also dem Himmelfahrtstag, beginnt. „Es ist wieder eine Freude, wenn man sieht, wie viele Leute man am Vatertag morgens um 11 Uhr mobilisieren kann“, sagte er, der mit einer weiteren Zahl zu diesem Andrang selbst beitrug: Für die Auftaktbesucher spendierte er 100 Weißwürste. Und noch ein paar Zahlen gibt es anzufügen: An knapp 40 Ständen, Bierbrunnen, überdachten Biergärtlein können über 300 Biersorten aus aller Welt verkostet – oder, dem klassischen Bierdurst entsprechend – einfach nur getrunken werden.

Dazu gibt es an jedem der vier Tage ab dem späten Nachmittag ein Bühnenprogramm mit Live-Musik. Den Auftakt machte am Donnerstagnachmittag die „Crazy Crocodile Band“, nachdem den Tag über DJ Julian den Vätern, werdenden und künftigen Vätern und überhaupt allen der schließlich mehreren Tausend Besucher auf dem Marktplatz eingeheizt hatte. Heute geht es um 18 Uhr mit „Sudden Inspiration“ weiter, am Samstag mit den bekannten Lokalmatadoren von „Cover up“, zum Finale am Sonntag spielen die „Caputos“. Auch dieses Rahmenprogramm trage seit Jahren schon zum Erfolg der Bierbörse bei, verriet Noll gegenüber der PZ. Wie auch der Umstand, dass die Bierbörse bei aller Überregionalität und Internationalität an örtliche Besonderheiten und Traditionen anknüpft, so auf die Zusammenarbeit mit der Pforzheimer Brauerei Ketterer – und die Anwesenheit der Ketterer-Bierkönigin Lisa Strauß aus Maulbronn beim Faßanstich, die in ihrem aus der Kollektion von Wibke Eberlein stammenden Dirndl den Auftakt zierte.

Neben dem ersten Tag, der gleich zum Start bei schönem Sonnenschein mehrere Hundert Besucher auf den Marktplatz lockte, seien erfahrungsgemäß die Abende mit dem musikalischen Rahmenprogramm besonders gut besucht, verriet Veranstalter Noll. Ein kleiner Schatten legte sich indes auch über seine Begrüßung, als er angesichts der jüngsten Terror-Ereignisse „ein fröhliches, vor allem friedliches Fest“ wünschte – bevor er den Bierbörse-Besuchern dazu riet, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und das Auto stehen zu lassen. Auch ein Taxi sei viel günstiger, als den Führerschein zu verlieren. Das wären dann unerfreuliche Zahlen.

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