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Christel Grimm aus Tiefenbronn übt unter Anleitung von Rettungsassistent Felix Stößer die Herzdruckmassage.
Christel Grimm aus Tiefenbronn übt unter Anleitung von Rettungsassistent Felix Stößer die Herzdruckmassage.
23.09.2015

Bummler werden in Schlössle-Galerie zu Lebensrettern

Pforzheim. „Little Anne“ braucht dringend Hilfe. So heißt die Phantom-Patientin, vor der an diesem Mittwochnachmittag in der Schlössle-Galerie nicht nur die DRK-Rettungsassistenten Felix Stößer und Kevin Frey sowie der Rettungssanitäter Tim Rauland knien, sondern auch Passanten. Aus Bummlern sollen Lebensretter werden in der bundesweiten Woche der Wiederbelebung.

Denn im Ernstfall, wenn bei einem Menschen die Atmung stockt und das Herz stillsteht, zählt jede Sekunde.

Fast jeder Erwachsener hat irgendwann einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, doch bei vielen liegt er Jahre zurück. So ist es auch bei Heinz Müller, der eigens aus Wiernsheim gekommen ist, um sich für den Ernstfall zu wappnen. „Sie können nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, sagt Felix Stößer. Und Heinz Müller tut etwas. Er drückt auf den Brustkorb der „kleinen Anne“, zwei Finger breit überm Brustbein, und überstreckt etwas ihren Kopf, ehe er Luft in ihren Mund bläst. 30 Herzdruckmassagen im Wechsel mit zwei Mundbeatmungen sollten Lebensretter leisten. Wer die Beatmung scheut, kann auch mit 100 Druckmassagen pro Minute die Überlebenschancen des Patienten erhöhen. Auch am Samstag, 26. September, gibt es von 11 bis 15 Uhr solch eine Aktion in der Schlössle-Galerie mit Teddybären-Hospital, Wundenschminken für Kinder – und mit „Little Anne“.

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