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Die Ministerpräsidentin (links) beantwortet Fragen der Zuschauer. Foto: Meyer
Die Ministerpräsidentin (links) beantwortet Fragen der Zuschauer. Foto: Meyer
Auf Stimmenfang bei Pforzheimer Bürgern: Malu Dreyer (rechts) und Katja Mast (daneben). Foto: Meyer
Auf Stimmenfang bei Pforzheimer Bürgern: Malu Dreyer (rechts) und Katja Mast (daneben). Foto: Meyer
15.09.2017

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer im Haidach: „Wir brauchen Stimmen“

Pforzheim. Ganz im Sinne ihrer Parteifarben hat sich die SPD an diesem Freitagnachmittag auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Tiergarten vor der Sparkasse positioniert. Ein kleiner Stand mit Flyern, einige Tische und Stühle stehen bereit. In letzter Minute werden noch Plakate der lokalen Kandidatin Katja Mast aufgehängt. Dann, mit 20 Minuten Verspätung, trifft der Gast ein, auf den die Menschen warten: Malu Dreyer (56), SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz.

Dreyer wird mit Applaus empfangen, macht die Runde, begrüßt alle mit einem Handschlag. Mast greift zum Mikrofon und stellt den prominenten Gast vor, die „höchste Frau im Staate“, die Dreyer als derzeitige Bundesratspräsidentin ist. Und natürlich kommt sie auf Dreyers Wahlkampf in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr zu sprechen. Denn da schaffte sie, was Martin Schulz kaum einer mehr zutraut: Allen Umfragen zum Trotz holte sie den Wahlsieg für die SPD. Auch Dreyer betont in ihren Begrüßungsworten: „In den Wochen vor der Wahl sollte man die Umfragen ignorieren.“ Die Leute sollten wählen gehen und ihre Nachbarn mitnehmen – „denn ein paar Stimmen brauchen wir schon noch“.

Dann kommen die Bürger auf dem Haidach dazu, ihre Fragen zu stellen: Ob man nicht endlich Schulden tilgen müsse, will ein Mann wissen. Ja, sagt Dreyer, doch auch Investitionen seien wichtig. Nicole Gaidetzka (35), die mit ihrem vierjährigen Sohn Mika gekommen ist, will wissen, wie lange die Umsetzung kostenfreier Kitas dauern würde. „Schon eine Legislaturperiode“, antwortet Dreyer. „Das müsste man schrittweise einführen.“ Die junge Mutter ist mit der „klaren Aussage“ zufrieden – der Sohn eher weniger, als er erkennt, dass die Tüte, die ihm in die Hand gedrückt wird, Apfelstücke statt Gummibärchen enthält.

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