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Oberbürgermeister Gert Hager (rechts) signiert einen Fußball, den Martin Ngnoubamdjum von seinem Freund Pfarrer Georg Maile geschenkt bekommen hat. SeineFBerthe freut sich darüber.   Läuter
Oberbürgermeister Gert Hager (rechts) signiert einen Fußball, den Martin Ngnoubamdjum von seinem Freund Pfarrer Georg Maile geschenkt bekommen hat. SeineFBerthe freut sich darüber. Läuter
Bruder Martin liefert eine spontane Tanzeinlage zu afrikanischer Musik.
Bruder Martin liefert eine spontane Tanzeinlage zu afrikanischer Musik.
10.01.2016

Buntes Fest des Lebens: Bruder Martin feiert Geburtstag

Wenn Martin Ngnoubamdjum einlädt, kann man davon ausgehen, dass die Veranstaltung weder langweilig noch einseitig sein wird. Dafür hat der gebürtige Kameruner ein zu herzliches Gemüt und zu viele internationale Freunde. Erwartungsgemäß war auch das Symposium „Interkulturelles Fest des Lebens“ am Samstag und Sonntag anlässlich seines 70. Geburtstags, den er am ersten Weihnachtsfeiertag begangen hatte, mit rund 160 Gästen im Hohenwart Forum sehr kurzweilig.

Unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste und Künstler wurde das Fest eröffnet. Oberbürgermeister Gert Hager sagte in seinem Grußwort, er schätze sehr, was Ngnoubamdjum, der in der Stadt besser als Bruder Martin bekannt ist, mit seiner Arbeit als ehemaliger Leiter des Hohenwart Forums, als Seelsorger, Begründer des Vereins „Afrika Präsenz“ und durch sein unermüdliches Engagement für interkulturellen und interreligiösen Dialog in und um Pforzheim geleistet habe. „Wir müssen einander kennenlernen, nur dann können wir ein gemeinsames Leben in einer Stadt richtig gestalten“, betonte Hager noch einmal die Wichtigkeit von interkulturellen Dialogen für ein friedliches Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Der SPD-Stadtrat und Vorsitzende der Naturfreunde, Jens Kück, erinnerte an die gemeinsamen Aktionen wie eine Demonstration gegen die in Nigeria wütende islamistische Terrorgruppe Boko Haram oder die Pflanzung der Mandela-Eiche vor der Stadtkirche. Nachdem Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident Südafrikas, 2013 verstarb, war die Scharlacheiche als wachsendes Denkmal für den großen Afrikaner gepflanzt worden.

Aber nicht nur freundschaftliche und herzliche Lobreden wurden bei Ngnoubamdjums „Fest des Lebens“ gehalten, zahlreicher noch waren die musikalische Beiträge afrikanischer Künstler - von Mali über Togo bis Kamerun -, die Bruder Martin zu spontanen Tanzeinlagen inspirierten - sehr zur Erheiterung seines Publikums..

Neben kulinarischen Spezialitäten gab es auf dem interkulturellen Fest des Lebens eine Gesprächsrunde mit der einstigen Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter und musikalische Auftritte am Abend. Dabei waren unter anderen Bruder Martins Tochter Isabelle, besser bekannt als Sängerin Siyou, gemeinsam mit Joe Fesssele am Klavier, Roland Härdtner am Marimbafon oder die afrikanischen Musiker Bakari Koné und Anani Atai zu erleben.

Der Sonntag stand denn ganz im Zeichen eines ökumenischen Gospel-Gottesdienstes mit Bischöfin im Ruhestand Wartenberg-Potter und Pfarrer Georg Maile, bevor sich die aus Nah und Fern angereisten Gästen nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten.