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Viele Fürsprecherinnen hat die Kampagne gegen sexuelle Gewalt. von Zepelin
Viele Fürsprecherinnen hat die Kampagne gegen sexuelle Gewalt. von Zepelin
01.11.2017

Bus rückt Tabuthema in den Blick

Pforzheim. Die Botschaften dieses Busses sind nicht zu übersehen. „Gehen Sie zum Arzt – und nicht zum Alltag über“, steht da unter anderem zu lesen. Zwei solcher Gefährte sind in Pforzheim und im Enzkreis unterwegs. Sie weisen auf ein drängendes, doch oft immer noch tabuisiertes Thema hin. Ein starkes Bündnis setzt sich dafür ein, Frauen besser vor Gewalt zu schützen und Betroffene zu unterstützen – wie am Freitag bei einer Aktion auf dem Leo.

Der diesjährige Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen rückt besonders den sexuellen Missbrauch in den Fokus. Neben der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Susanne Brückner steht Oberärztin Friederike Senger Interessierten Rede und Antwort. Im Januar wurde am Helios-Klinikum die „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ installiert, die es Frauen ermöglicht, Spuren vertraulich zu sichern. Diese werden in der Heidelberger Gerichtsmedizin gelagert und stehen ein Jahr lang für eine eventuelle Strafverfolgung zur Verfügung. Acht Frauen hätten seither dieses Angebot in Anspruch genommen, zwei haben Anzeige erstattet. „Allein für diese beiden Frauen hat es sich schon gelohnt“, so Senger.

Viele Fürsprecherinnen des hiesigen Netzwerks zeigen auf dem Leo Präsenz.

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