761_0008_679461_0S1A2138
Rülke (links): Man erwarte Aufklärung durch Sarow. 

Buslinien-Debakel: FDP-Fraktionsvorsitzender Rülke irritiert von Verhalten von CDU-Stadtrat Sarow

Pforzheim. Der Vorsitzende der FDP-Gemeinderatsfraktion Hans-Ulrich Rülke zeigt sich äußerst irritiert vom Verhalten des CDU-Stadtrats Andreas Sarow im Debakel um die Busvergaben im westlichen Enzkreis. Dieser hatte ein internes und vertrauliches Schreiben von Rülke an den Verkehrsdezernenten Dirk Büscher (CDU) und die Mitglieder des Gemeinderats öffentlich gemacht. Rülke hatte darin Aufklärung zur Rolle des Pforzheimer Rathauses beim Vergabedebakel verlangt.

"Dass Herr Sarow dieses Schreiben unmittelbar öffentlich gemacht hat, dient der Sache in keiner Weise und belastet im Extremfall Unschuldige",

so Rülke.

Noch seltsamer sei allerdings ein Internet-Post, den Sarow veröffentlicht habe. Darauf sind OB Peter Boch und Büscher abgebildet und es wird die Frage gestellt: „Droht der Stadt Besuch von der Staatsanwaltschaft?“ Den beiden wird der Satz in den Mund gelegt: „Harry, hol schon mal den Schredder.“ Aus Rülkes Sicht könne mit dieser Anspielung nur eine Aufforderung gemeint sein, belastendes Material zu vernichten oder beiseite zu schaffen. Man erwarte Aufklärung durch Sarow. Sollte es sich um einen verunglückten Scherz handeln, müsse die CDU-Fraktionsvorsitzende Marianne Engeser die Dinge klarstellen.

Pressestatement FDP Baden-Württemberg
Region+

Rülke zu Bus-Vergabedesaster: Haben Stadt Pforzheim und Enzkreis zu Straftat aufgefordert?