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11.03.2016

Busse: Ver.di erklärt Scheitern, SVP prüft Maßnahmen

Der Gewerkschaft Ver.di hat die Gespräche mit der Stadtverkehr Pforzheim (SVP) GmbH für gescheitert erklärt. Der Beschluss der Tarifkommission sei einstimmig gewesen, sagt Verhandlungsführer Rüdiger Steinke. Nun sollen die Gewerkschaftsmitglieder zu einer Urabstimmung aufgerufen werden. Sollten sich 75 Prozent für Erzwingungsstreiks aussprechen, werde man diese in enger Abstimmung mit der Ver.di-Bundes- und Landesebene auch durchführen.

Pforzheim. Nicht Bürger sollten dabei getroffen werden, so Steinke, sondern Arbeitgeber und Gesellschafter. Ihr Einlenken sei auch eine Frage der „Gerechtigkeit und der Ernsthaftigkeit und Wertschätzung“ gegenüber den Beschäftigten. Nach Sichtweise von Ver.di konnte über die Weiterführung der Verkehrsbetriebe über den 31. Dezember hinaus seit Wochen nicht ernsthaft verhandelt werden, da der Geschäftsführer der SVP seitens der Stadt kein Mandat bekommen habe und Vertreter der Stadt eine Teilnahme an den Verhandlungen abgelehnt hatten. Entgegen dieser Auffassung wird erwartet, dass der Gemeinderat am kommenden Dienstag den Ausschlussempfehlungen folgt und die Abwicklung der SVP bis zum Ende des Jahres beschließt. „Ich habe eine Beschäftigungsgesellschaft angeboten, die jene Mitarbeiter, die noch keine Stelle gefunden haben, bis zu ein Jahr lang auffangen und weiterqualifizieren könnte“, sagt Interims-Chef Joachim Zimmermann. Die Beratungen über rechtliche Maßnahmen dauerten bis gestern Abend an. Es gehe darum, einen Totalstreik zu verhindern.

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