nach oben
Ein Wettbewerb soll dafür sorgen, dass der ehemalige ZOB Süd eine gute Architektur erhält. Foto: Ketterl
Ein Wettbewerb soll dafür sorgen, dass der ehemalige ZOB Süd eine gute Architektur erhält. Foto: Ketterl
29.10.2017

Busse können weichen: ZOB Süd wird für den Verkehr nicht dringend benötigt

Kann die Stadt Pforzheim ohne den ZOB Süd auskommen? Ja, das kann sie. So lautet das Ergebnis einer Studie der Karlsruher Firma Inovaplan im Auftrag der Stadt, die kürzlich im Fachausschuss vorgestellt worden war.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass feste Linien und ihre Abfahrtspositionen bestehen bleiben können. Indem man Bussteige zusammenfasse, können Wartepositionen gewonnen werden.

Die Verantwortlichen sehen die Chance, das Bahnhofsumfeld attraktiver zu gestalten. Das Konzentrieren der Busse auf den ZOB komme auch dem Sicherheitsbedürfnis mancher Bürger entgegen, sagt Baureferent Marc Tell-Feltl. Denn abends sei der ZOB oft leer. Die Studie geht aber auch davon aus, dass der Betrieb störanfälliger wird.

Laut Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler seien dafür aber einige organisatorische Änderungen auf dem zentralen ZOB notwendig und das Einbeziehen der „Neuen Weiche“ an der Erbprinzenstraße. Dieses Gelände unweit des ZOB Süd, auf dem momentan noch eine Gaststätte stehe, werde für die Busse zum Parken benötigt. Die Stadt hatte das Gelände seinerzeit zu diesem Zweck erworben.

Der Grund, warum die Stadt den ZOB Süd aufgeben will: Dieser zentrale Ort soll städtebaulich entwickelt werden. Etwa zur Hälfte durch ein Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse AOK (die PZ berichtete), und zum anderen durch ein weiteres Gebäude, dessen Nutzung noch nicht feststehe.

Schüssler kann sich beispielsweise gut Büros für die IT-Branche vorstellen. Um das gesamte Areal vernünftig zu entwickeln, möchte sie einen städtebaulichen Wettbewerb zusammen mit der AOK auf den Weg bringen. Eine Planungsgruppe unter Leitung von Stadtplaner Michael Wolf begleitet das Vorhaben auch in Absprache mit VPE und RVS.

Noch sei aber nichts in trockenen Tüchern, beteuert Schüssler. Denn es fehlten noch Beschlüsse und der verbindliche Kaufwille der Krankenkasse. Von den früheren Plänen, an der Stelle ein Hotel zu errichten, sei man abgekommen. Denn inzwischen entstehen an verschiedenen Stellen der Stadt Hotels.