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Philipp Dörflinger (23), der sich wie der Aktionskünstler und CDU-Stadtrat Andreas Sarow (Jahrgang 1974) um diese Kandidatur bewirbt hat nun bekanntgemacht, mit wem er in den Wahlkampf ziehen will. 

CDU in Pforzheim vor Landtagswahl: Bewerber Dörflinger setzt auf viel Erfahrung an seiner Seite

Pforzheim. Die Entscheidung naht: Am Freitag, 19. Juni, werden CDU-Mitglieder im Wahlkreis 42 darüber entscheiden, wen sie ins Rennen um einen Sitz im Landtag schicken wollen. Philipp Dörflinger (23), der sich wie der Aktionskünstler und CDU-Stadtrat Andreas Sarow (Jahrgang 1974) um diese Kandidatur bewirbt hat nun bekanntgemacht, mit wem er in den Wahlkampf ziehen will: Als Zweitkandidatin hat sich der JU-Kreisvorsitzende und Stadtrat der Jungen Liste eine Frau mit Reputation und enormer kommunalpolitischer Erfahrung an seine Seite geholt: Es ist Dr. Brigitte Langer-Glock (60).

Die niedergelassene Frauenärztin aus Eutingen sitzt seit 2004 für die CDU im Pforzheimer Gemeinderat, bereits seit 1994 gehört sie zudem dem Eutinger Ortschaftsrat an. Sie engagiert sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich, auch in der Entwicklungshilfe, etwa bei Einsätzen als Ärztin in kenianischen Slums. Dörflinger betont in einem Schreiben an CDU-Mitglieder:

"Gewinnen können wir nur mit einem starken Team."

Deshalb freue er sich über diese Zweitkandidatin, die "unglaublich viel Erfahrung" mitbringe. Der Jungunternehmer bezeichnet sich in dem Brief selbst als "Christdemokrat aus Überzeugung", der für einen "basisnahen und ehrlichen Politikstil" stehe. Seit vielen Jahren engagiere er sich in der CDU, unter anderem als Kreisvorsitzender der Jungen Union und als CDU-Ortsvorsitzender in Pforzheim. "Zuhören, Verstehen und Anpacken" lautet sein Credo für einen möglichst erfolgreichen Wahlkampf. Es gehe darum, Sorgen und Ängste der Bürger ernstzunehmen, innovative Lösungsansätze voranzutreiben und "weniger zu reden und mehr zu handeln". So wolle er "das Direktmandat für unseren Wahlkreis von der AfD zurückerobern".

Außergewöhnliches Ergebnis

Andreas Sarow, der erst kurz vor der Kommunalwahl 2019 der CDU beigetreten war, hatte im Vorfeld unter anderem auf das „außergewöhnliche Ergebnis“ verwiesen, mit dem er als Neuling den Einzug in den Pforzheimer Gemeinderat geschafft hatte. Er betonte im ersten Erklärungsschreiben zu seiner Bewerbung um die Landtagskandidatur die Rolle der CDU-Fraktionsvorsitzenden Marianne Engeser an der Spitze einer „geschlossenen und kompakten Einheit“ und sein Mitwirken am aktuellen Bäder-Konsens, der „inklusive der geplanten Realisierung des CDU-forcierten Kombibads auf dem Wartberg“ seine Handschrift trage, sowie „unkonventionelle Vorstöße im Bereich von Kulturmarketing und Standortmarketing“.

Sarows Zweitkandidatin wollte 2016 Baubürgermeisterin werden

Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten Sarow, der mit Beatrice Suppes als Zweitkandidatin in Rennen geht, beim Finale überzeugen will. Suppes ist Diplom-Ingenieurin für Architektur und Verwaltungswirtin, aber auch Polizeibeamtin und dort Expertin für städtebauliche Kriminalprävention. Sie hatte sich 2016 um die Leitung des Pforzheimer Baudezernats beworben, war aber knapp gegen Sibylle Schüssler unterlegen.

Die Nominierungsveranstaltung, zu der nur stimmberechtigte CDU-Mitglieder Zutritt haben, findet am Abend des 19. Jun in Büchenbronns Bergdorfhalle statt.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag, 12. Juni, in der "Pforzheimer Zeitung".

Claudius Erb

Claudius Erb

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