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05.11.2015

CDU plädiert für Wende in Pforzheims Asyl-Strategie

Pforzheim. Die Flüchtlingszahlen schnellen nach oben, der Platz in der Stadt wird rar. Wie berichtet, rechnet die Verwaltung damit, dass Pforzheim bis Ende des Jahres rund 1300, bis Ende 2016 fast 3800 Asylsuchende aufnehmen muss. Die CDU als größte Fraktion im Gemeinderat plädiert deshalb für eine Abkehr vom bisherigen Konzept:

Statt auf kleinere dezentrale Einheiten soll die Stadt bei der vorläufigen Unterbringung auf große Einheiten setzen. „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, beschreibt der Fraktionsvize Wolfgang Schick im PZ-Gespräch den Tenor einer internen Klausurtagung der CDU.

Der bisherige Ansatz sei richtig gewesen, die Stadt habe die Mammutaufgaben bis dato gut gelöst, so Schick. Deshalb habe die CDU-Fraktion den Beschluss, Flüchtlinge an vielen Standorten unterzubringen, ausdrücklich mitgetragen. Nun aber spitze sich die Lage zu. „Wir haben das Horrorszenario von Zelten vor uns gesehen“, sagt Schick: „Wir müssen weg vom 40er-Ziel.“ Gemeint sind die bislang favorisierten Unterkünfte für je maximal 40 Menschen. „Spätestens durch den Zwang, das Thales-Gebäude anzumieten, ist deutlich geworden, dass mit der Schaffung kleinteiliger dezentraler Einheiten die Unterbringung nicht auch nur annähernd geschafft werden kann“, sagt CDU-Stadtrat Carsten von Zeppelin.

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