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Es war einmal eine Polizeidirektion – in Pforzheim an der Bahnhofstraße. Nach den Worten des CDU-Bezirksvorsitzenden würde hier nach einem möglichen Wahlsieg das Herz eines Präsidiums Nordschwarzwald schlagen. Foto: Seibel
Es war einmal eine Polizeidirektion – in Pforzheim an der Bahnhofstraße. Nach den Worten des CDU-Bezirksvorsitzenden würde hier nach einem möglichen Wahlsieg das Herz eines Präsidiums Nordschwarzwald schlagen. Foto: Seibel
Lächeln für den Fotografen: Ex-Polizist Udo Hampel, Gerhard Regele (Arbeitskreis Polizei), der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Schick, die Landtagsabgeordnete Marianne Engeser und der Bezirksvorsitzende Peter Hauk (von links). Foto: Erb
Lächeln für den Fotografen: Ex-Polizist Udo Hampel, Gerhard Regele (Arbeitskreis Polizei), der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Schick, die Landtagsabgeordnete Marianne Engeser und der Bezirksvorsitzende Peter Hauk (von links). Foto: Erb
31.07.2015

CDU ringt bei Polizeireform um Fassung

Pforzheim. Nachdem der CDU-Bezirksvorsitzende Peter Hauk vorgeprescht war und für den Fall eines Wahlsiegs im kommenden Jahr ein Polizeipräsidium Nordschwarzwald mit Sitz in Pforzheim versprochen hatte, üben sich seine erschrockenen Parteifreunde um Schadensbegrenzung und relativieren den Paukenschlag: Nichts sei in Stein gemeißelt, so die Pforzheimer Landtagsabgeordnete Marianne Engeser, alles müsse auf den Prüfstand. Begeisterte Zustimmung hört sich anders an.

Eineinhalb Jahre nach Umsetzen der Gall’schen Polizeireform – nach den Worten des SPD-Innenministers folgte er damit nur den Wünschen der Polizei(führung) selbst – schienen sich die Wogen geglättet zu haben. Sie waren hochgegangen vor allem dort, wo sich Oberzentren benachteiligt und Regionen zerschnitten sahen. Allen voran Pforzheim und der Nordschwarzwald: Bekanntlich machte Karlsruhe als Sitz des nun größten der zwölf Flächen-Präsidien mit knapp 2700 Polizisten und Polizeibediensteten das Rennen; die Polizeidirektion Pforzheim mit der Goldstadt und dem Enzkreis sowie die Direktion Calw gingen fortan im Präsidium Karlsruhe auf, der Kreis Freudenstadt wurde schutzpolizeilich Tuttlingen zugeschlagen, die Kripo landete in Rottweil. Nicht ganz, aber im Prinzip schon verpuffte der Appell großer Teile der Bevölkerung, der Wirtschaft, der Politik – und der PZ. Immerhin betrug der Aderlass der hiesigen Kripo „nur“ rund 50 Prozent. Dennoch blieben unterm Strich bloß noch je ein Kriminalkommissariat in Pforzheim und Calw, das Führungs- und Lagezentrum sowie die Pressestelle wanderten komplett nach Karlsruhe.

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