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OB-Wahl in Pforzheim

Blumen und fliederfarbenes Sofa: Peter Boch (Mitte) mit den CDU-Chefs Thomas Dörflinger (links) und Florentin Goldmann im neuen Treffpunkt für Bürger am Marktplatz. Foto: Ketterl
Blumen und fliederfarbenes Sofa: Peter Boch (Mitte) mit den CDU-Chefs Thomas Dörflinger (links) und Florentin Goldmann im neuen Treffpunkt für Bürger am Marktplatz. Foto: Ketterl
08.04.2017

CDU-OB-Kandidat Peter Boch eröffnet Bürgerbüro

Pforzheim. Der Bürger soll merken, dass da ein junger Bewerber „andere Prioritäten setzt und anders an Dinge herangeht“, sagt OB-Kandidat Peter Boch (CDU). Um für einen „Aha-Effekt“ zu sorgen, setzt der 36-Jährige nicht nur auf ein Bürgerbüro in der City, sondern auch auf außergewöhnliche Wahlwerbung. Diese, wie sein Elf-Punkte-Programm hat er am Freitag vorgestellt.

Im ersten Stock des Geschäftshauses Am Marktplatz 6 überm Feinkostladen Müssle haben Boch und sein Team einen barrierefrei zugänglichen Treff geschaffen – mit Stehtischen, Sitzgruppe und fliederfarbenem Sofa. Das Büro ist freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr durch Ehrenamtliche besetzt, die Termine an- und Anfragen aufnehmen. Auch Amtsinhaber Gert Hager hatte 2009 solch eine Anlaufstelle.

Boch wirbt auf Plakaten, mit einem Faltblatt, aber auch mit frechen Spruchkarten, wie man sie aus der Gastronomie kennt. „Ich habe heute keinen Krippenplatz für dich“ steht darauf zu lesen oder „Dieser Bereich wird videoüberwacht“. Auch einen Einwegbecher für Kaffee oder als Vase hat das CDU-Team im Repertoire, das intensiv soziale Netzwerke nutzt. Wie viel Geld von wem für die Kampagne fließt, ist nicht zu erfahren. Boch sagt aber, dass man in der Regel mit ein bis zwei Euro je Bürger kalkuliert – Pforzheim hat gut 125.000 Einwohner. Neben eigenen Mitteln würden Spenden den Wahlkampf ermöglichen.

Die Karten weisen auf Bochs Schwerpunkte hin. Für mehr Sicherheit und Sauberkeit will er einen Polizeibeamten im Rathaus installieren und öffentliche Plätze videoüberwachen. Einen Betreuungsplatz für jedes Kind will er garantieren, ein Schulsanierungsprogramm angehen und die Vereinsförderung neu ausrichten. Wirtschaftsförderung sei „Chefsache“, so Boch, der eine Absenkung der Gewerbesteuer verspricht. Das Finanzressort will er abgeben – im Visier hat er Dirk Büschers Dezernat IV. Die Flussufer sollen belebt, mehr Solarenergie an öffentlichen Gebäuden gewonnen werden. Weitere Ziele sind etwa eine „intelligente soziale Kommunalpolitik“, mehr Wohnungsbau, eine Entlastung des Straßenverkehrs und die Wiedereinführung der „Brötchentaste“ für 30-minütiges kostenfreies Parken. Boch verweist zugleich auf die „katastrophale Finanzlage der Stadt“, kündigt einen „strikten Sparkurs“ und den Stopp „fragwürdiger Ausgaben“ an. „Auf den Prüfstand stellen“ will er das Projekt City-Ost, dessen Planung laut CDU-Fraktionschef Florentin Goldmann weit fortgeschritten ist und für das es vertragliche Bindungen gebe. Für die größte Fraktion sei es „ein Muss“ gewesen, endlich wieder einen eigenen Kandidaten aufzustellen, Boch brenne für sein Ziel, sagt Goldmann und ergänzt strahlend. „Das reißt auch den einen oder anderen Altgedienten in der CDU mit.“

www.peter-boch.de