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Nach dem Auswärtsspiel gestern im „Ozon“ sollen künftig gemeinsame Veranstaltungen mit dem Theater folgen: Roland-Betreiberin Cina Dilber, Alexander May, Künstlerischer Direktor und Regisseur am Theater Pforzheim, sowie der Kassenwart des Café Roland-Vereins, Dominik Brauch (von links).
Nach dem Auswärtsspiel gestern im „Ozon“ sollen künftig gemeinsame Veranstaltungen mit dem Theater folgen: Roland-Betreiberin Cina Dilber, Alexander May, Künstlerischer Direktor und Regisseur am Theater Pforzheim, sowie der Kassenwart des Café Roland-Vereins, Dominik Brauch (von links).
18.03.2016

„Café Roland“ packt die Koffer und geht auf Reisen

Das Team des „Café Roland“ hat sich dazu entschlossen, in diesem Jahr die Türen zum Treppenturm der ehemaligen Alfons-Kerns-Schule nicht zu öffnen. Die Stadt als Vermieter hatte den Betreibern angeboten, ihre Räume im Erdgeschoss bis zu den Sommerferien zu nutzen. Im Anschluss soll der Turm zur Nutzung für das Schmuckjubiläum 2017 saniert werden.

Das Angebot haben die Gastronomen ausgeschlagen, wie Betreiberin Cina Dilber berichtet. Beim Lärmschutz habe sich nichts geändert, ab 22 Uhr müssten sich Gäste drinnen aufhalten – das sei nur mit dem Erdgeschoss schwer zu bewerkstelligen. „Außerdem lohnt es sich nicht, für die paar Monate den Laden wieder in Betrieb zu nehmen“, sagt sie.

Langfristiges Konzept geplant

Man habe sich darum dazu entschieden, in dieser Saison wie geplant beim Konzept „Roland auf Reisen“ zu bleiben. Bereits in den vergangenen Monaten hatten die Kneipiers und ihr Verein unter diesem Motto Veranstaltungen in Bars und Clubs auf die Beine gestellt, wie auch gestern im „Ozon“. „So wollen wir bei den Leuten im Gedächtnis bleiben“, sagt Dilber. Nun haben sie mit dem Theater Pforzheim einen Kooperationspartner gefunden, um das Projekt über den Sommer auszubauen.

Diese Zeit wollen Dilber und ihr Team vor allem nutzen, um ein Konzept für ihre Zukunft im Treppenturm während und vor allem nach dem Schmuckjubiläum zu erstellen. Das Gebäude könnte nach der Sanierung ganzjährig, auch im ersten Stockwerk, genutzt werden. Dazu sind ein Fluchtweg über eine Außentreppe sowie eine Heizung notwendig. Die Stadt und Jubiläums-Koordinator Gerhard Baral hatten signalisiert, das Café Roland könne weiter dort betrieben werden. Eine feste Zusage stehe allerdings noch aus, so Dilber, die wie ihre Mitstreiter bald auf grünes Licht hofft, um besser planen zu können. Dabei baut sie auch auf die Unterstützung des Gemeinderats. „Ich hoffe, dass den Leuten, die in der Stadt Verantwortung tragen, bewusst ist, wie wichtig das ,Roland‘ ist“, sagt sie. „Ich wette, viele entscheiden sich, hier nicht zu studieren, weil außer bei uns die Szene nicht gegeben ist. Wir werden furchtbar vermisst. Die Roland-Crowd ist nirgendwo mehr in der Pforzheimer Innenstadt zu finden.“ Nur die Qualität der Bildung könne die Attraktivität eines Ortes nicht ins Unendliche steigern.

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