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Ärger über die überbordende Dokumentationspflicht: Die Leiterin des Bernhardushauses, Panagiota Morkotini, der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky, Caritas-Chef Frank-Johannes Lemke und Redakteurin Martina Schaefer (von links) diskutieren den Sinn und Unsinn der Listen, die die Angebote aller Familienzentren vergleichbar machen sollen. Foto: Seibel
Ärger über die überbordende Dokumentationspflicht: Die Leiterin des Bernhardushauses, Panagiota Morkotini, der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky, Caritas-Chef Frank-Johannes Lemke und Redakteurin Martina Schaefer (von links) diskutieren den Sinn und Unsinn der Listen, die die Angebote aller Familienzentren vergleichbar machen sollen. Foto: Seibel
28.10.2016

Caritas wehrt sich gegen Bürokratie

Pforzheim. Die Stadt erkennt keine Fehlentwicklung beim Controlling. Das Bernhardushaus steckt viele Personalressourcen in die Dokumentation.

Immer wieder hat Caritas-Chef Frank-Johannes Lemke bei der Stadtverwaltung auf den Bürokratiewust hingewiesen, den das Sozialcontrolling auslöse. Jetzt reicht es ihm: Das Bernhardushaus werde die vom städtischen Controlling geforderten zahlreichen Einzellisten nicht mehr abliefern, erklärt er bei einem Redaktionsgespräch.

Die Leiterin des Hauses, Panagiota Morkotini, verbringt nach eigenem Bekunden rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Zusammenstellen von Dokumentationen. Im Zentrum für Familien erhalten knapp 60 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahre eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe und pädagogische Freizeitangebote. Für Erwachsene gibt es Sprachkurse.

Vorangegangen seien immer wieder Gespräche und Briefe an Oberbürgermeister Gert Hager, erklärt Lemke. In einem Brief an Hager hat Lemke etwa am 19. August auf die „Fehlentwicklungen bei dem von der Stadt eingeleiteten Controllingverfahren für Familienzentren“ hingewiesen. Es war auf Wunsch des Gemeinderats und mit Stimmen der CDU-Fraktion installiert worden. In seiner Antwort vom 20. September erklärt Hager, die gemeinsam erarbeitete „Rahmenkonzeption für die Weiterentwicklung der Familienzentren“ seien ein Meilenstein, für den „Basisinformationen zusammengetragen“ werden müssten.

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