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Neue Doppelspitze: Dr. Volker Zimmermanns (links), bislang kommissarische Leitung, und Professor Dr. Stephan Kruck führen die Klinik für Urologie am Siloah St. Trudpert Klinikum künftig gemeinsam. Foto: Siloah St. Trudpert Klinikum
Neue Doppelspitze: Dr. Volker Zimmermanns (links), bislang kommissarische Leitung, und Professor Dr. Stephan Kruck führen die Klinik für Urologie am Siloah St. Trudpert Klinikum künftig gemeinsam. Foto: Siloah St. Trudpert Klinikum
11.01.2019

Chefarzt-Duo leitet nach Lahmes Weggang Urologie am Siloah

Pforzheim. Die Nachfolge ist geregelt: Mit Professor Dr. med. Stephan Kruck und Dr. med. Volker Zimmermanns leiten künftig zwei Chefärzte die Klinik für Urologie am Siloah St. Trudpert Klinikum, wie die Pressestelle am Freitag mitteilte.

Damit werde eine weitere Klinik in einem Faculty-Modell nach amerikanischem Vorbild etabliert. Zimmermanns, seit 1995 am Klinikum tätig, führte die Klinik für Urologie seit Mai 2018 kommissarisch, nachdem sich das Klinikum und der frühere Chefarzt Professor Sven Lahme im Unfrieden getrennt hatten (die PZ berichtete). Kruck ist neu am Klinikum, aber in Pforzheim ebenfalls kein Unbekannter: Er war zuletzt Chefarzt der Urologie und Kinderurologie am Helios Klinikum.

Im Team werden die Beiden „das gesamte Spektrum modernster Diagnose- und Therapieverfahren abdecken und den exzellenten Ruf der Klinik als Zentrum für minimalinvasive Chirurgie und Präzisionsmedizin weiter ausbauen“, heißt es. „Wir haben nach einem Modell gesucht, das die Stärken und Kompetenzen des Einzelnen berücksichtigt und haben mit dem Führungsduo Professor Kruck und Dr. Zimmermanns zwei erfahrene Experten, die die Klinik für Urologie in der Goldstadt medizinisch auf höchstem Niveau weiterentwickeln“, so Krankenhausdirektor Dr. Ulrich Schulze.

Doppelspitze mit Erfahrung

Durch Zimmermanns wurde die Klinik in den vergangenen zehn Jahren zu einem Spitzenzentrum der Roboterchirurgie in Deutschland, heißt es. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich der komplexen Endourologie zur Harnsteintherapie. Kruck wiederum bringe aus der renommierten Universitätsklinik Tübingen neben aktuellster Robotertechnologie und Tumorchirurgie neue medikamentöse Krebstherapien und präzise Diagnoseverfahren ins Team ein.

„Professor Kruck wird unser eingespieltes Team optimal ergänzen und bereichern“, ist sich Zimmermanns sicher. Für seinen neuen Chefarzt-Kollegen steht fest, dass alle von der Zusammenarbeit profitieren werden: „Gemeinsam werden wir die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten in Pforzheim und der Region auf höchstem Niveau weiterentwickeln. Ich freue mich sehr, mich mit meinen Erfahrungen einzubringen.“

Breites Leistungsspektrum

Zum Leistungsspektrum gehören Eingriffe der urologischen Robotik und Laparoskopie, komplexe rekonstruktive Eingriffe sowie endoskopische Operationen der Prostata, Blase, Harnröhre, Niere und Harnleiter. Auf zwei Stationen werden die Patienten versorgt.

Zimmermanns ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises Laparoskopie und Roboter-assistierte Chirurgie der Akademie der deutschen Urologen. 2018 war er Präsident der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Roboter-assistierte Urologie. Der 55-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. Kruck hat erstmals ein neues Roboterverfahren in Europa eingeführt und sich um die Weiterentwicklung der Medizintechnik in der Region verdient gemacht. Kruck, der in Tiefenbronn aufgewachsen ist, gilt als internationaler Experte und wurde mehrfach für seine Forschung ausgezeichnet. Der 41-Jährige war zuletzt Chefarzt am Helios Klinikum Pforzheim und an der Urologischen Universitätsklinik Tübingen als Oberarzt tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihr Vorgänger Sven Lahme wechselte an eine Pforzheimer Privatklinik.