nach oben
Nicht nur der Leiter der Goldschmiedeschule, Michael Kiefer, hofft darauf, bald mit einem neuen Galvanolabor anstelle des bisherigen den dringend benötigten Nachwuchs für die zahlreichen Metall verarbeitenden Betriebe in der Region ausbilden zu können.
Nicht nur der Leiter der Goldschmiedeschule, Michael Kiefer, hofft darauf, bald mit einem neuen Galvanolabor anstelle des bisherigen den dringend benötigten Nachwuchs für die zahlreichen Metall verarbeitenden Betriebe in der Region ausbilden zu können.
11.12.2015

Chefs mahnen bei neuem Labor zur Eile

Die ortsansässige Wirtschaft verlangt dringend danach. Warum es dennoch so zögerlich vorangegangen ist mit dem neuen Galvanolabor in der Goldschmiedeschule Pforzheim, darüber kursieren verschiedene Geschichten. Eine lautet, dass die Stadt zu klamm bei Kasse ist, um den Gemeinderatsbeschluss vom Juli (Kosten: 1,1 Millionen Euro) zügig umzusetzen.

Diese Version kam dieser Tage besonders zum Tragen, weil aus interessierten Kreisen der Hinweis geäußert wurde, man hätte ja auch einen Teil jener 6,1 Millionen Euro Bundesmittel für finanzschwache Kommunen dafür nutzen können. Stattdessen wird neben der Fußgängerzone, einer neuen Kita in Eutingen und dem Baumsteg damit auch in leisen Asphalt und in Straßenlaternen investiert. Dabei war Bildung das ursprüngliche Ziel des Bundes, als er das Förderprogramm bekannt gab.

Nun Thema in OB-Besprechung

Eine weitere Version lautete, die städtische Bauverwaltung sei durch die Einrichtung von Asylbewerberunterkünften zu sehr in Beschlag genommen. So in etwa muss das auch Michael Kiefer, der Schulleiter der Goldschmiedeschule, auf Nachfrage beim städtischen Gebäudemanagement zur Antwort erhalten haben, wie er sagt. Dennoch hat er auch Auskünfte bekommen, die ihn zuversichtlich stimmen. „Ich hoffe, dass es zum neuen Schuljahr oder spätestens bis Ende 2016 fertig wird.“ Und dann heißt es auch noch, der Abschied von Baubürgermeister Alexander Uhlig im nächsten Jahr beginne, sich auf die Arbeit seines Dezernats auszuwirken. Die Wahrheit, zumindest die offizielle, ist eine andere. „Im Schuljahr 2016/17 wollen wir das realisiert haben“, sagt der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer. Damit liege man zumindest annähernd im Zeitplan. Strohmayer räumt ein, dass es zögerlich voranging in den vergangenen Monaten. Dies habe aber gar nichts mit Geld und also auch nicht mit den Fördermitteln zu tun und ebenfalls nicht mit Arbeitsüberlastung durch die Flüchtlinge. Vielmehr seien aufwendige technische, denkmalschützerische und Brandschutzfragen zu klären gewesen, die einfach Zeit gebraucht hätten. Im Rathaus wisse man um die Dringlichkeit, auch und gerade OB Gert Hager, der das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Bürgermeisterrunde am kommenden Dienstag gesetzt hat.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.