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Ein gefährlicher Chlorgas-Unfall? Nein, was die Feuerwehr in Richtung Marktplatz ausrücken ließ, war nur Reiniger-Geruch von der Säuberung der Bodenplatten an der Westlichen.
chlor © Seibel
01.06.2010

Chlorgas-Unfall? Seltsamer Geruch alarmiert Feuerwehr

PFORZHEIM. Was sich im ersten Augenblick gegen 13.30 Uhr wie ein gefährlicher Chlorgas-Unfall angehört hat, entpuppte sich als harmloser Reiniger-Geruch der gesäuberten Bodenplatten an der Westlichen.

„Die Alarmierung erreichte die Feuerwehr aus dem Ärzte- und Geschäftshaus an der Westlichen 1, wo ein massiver Chlorgasgeruch im Treppenhaus festgestellt wurde“, sagt Einsatzleiter Hans-Peter Boog. Damit sei nicht zu spaßen. „Wenn Bürger Chlorgas-Geruch feststellen, läuten bei uns die Alarmglocken", so Boog.

Fünf Minuten nach der Alarmierung um 13.43 Uhr war bereits das erste Feuerwehrfahrzeug am Einsatzort, dem weitere vier Fahrzeuge mit 15 Helfern folgten. „Auch die Polizei und der Rettungsdienst waren im Einsatz", betont der Einsatzleiter. Zuerst nahmen die mit Atemschutz ausgestatteten Feuerwehrleute an, dass eine Arztpraxis in diesem Haus der Grund für den Chlorgas-Geruch sein könnte, aber ein Arzt bestätigte den Feuerwehrleuten noch im Treppenhaus, dass aus einen Räumlichkeiten dieser beißende Geruch nicht komme.

„Als nächste Möglichkeit nahmen wir an, dass eine Wasseraufbereitungsanlage im Untergeschoss des Gebäudes die Ursache sein könnte, was der erste Einsatztrupp gleich abklärte und etwas ratlos vor der gut funktionierenden Anlage stand, die nicht defekt war“, so Boog.

Schließlich erfuhren die Helfer, dass die verschmutzen Bodenplatten vor dem Geschäft gereinigt worden seien, was der Grund für den festgestellten Geruch war. „Das Mittel ist zwar ein chlorfreier Reiniger, aber Chlorid war als Inhaltsstoff eingebunden“, erklärt Boog. Da in dem Ärztehaus viel Betrieb sei, werde die Eingangstür oft geöffnet. „Der Wind hat den Geruch von außen ins Treppenhaus geweht“, so Boog, der froh ist, dass sich kein Chlorgas-Unfall ereignet hat. „Das war viel Aufwand wegen nichts, aber mir ist das so natürlich viel lieber“, sagt er.