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In der Küche packen Oliver Ruedel (links) und Georg Heilmann kräftig an.
In der Küche packen Oliver Ruedel (links) und Georg Heilmann kräftig an.
Ohne Eigenleistung geht nichts im neuen Domizil des Clubs der kochenden Männer, dem ehemaligen „Faßstüble“ an der Gerbelstraße. Jürgen Baum (links) und Wolfgang Krauth legen Hand an.Fotos: Ketterl
Ohne Eigenleistung geht nichts im neuen Domizil des Clubs der kochenden Männer, dem ehemaligen „Faßstüble“ an der Gerbelstraße. Jürgen Baum (links) und Wolfgang Krauth legen Hand an.Fotos: Ketterl
Bernd Aldinger (rechts) – hier mit Wolfgang Krauth – ist Majordomus des deutschen Gesamtclubs.
Bernd Aldinger (rechts) – hier mit Wolfgang Krauth – ist Majordomus des deutschen Gesamtclubs.
10.12.2015

Club der kochenden Männer zieht ins ehemalige „Faßstüble“

Pforzheim. Ein Blick ins lange zurückreichende Archiv der „Pforzheimer Zeitung“ zeigt: Jubilar-Ehrungen wurden an der Gerbelstraße 2 gefeiert, Ortsvereins-Sitzungen abgehalten, Geburtstage zelebriert. Zimmer wurden vermietet an Studentinnen, die abends als Bedienungen kellnerten im „Faßstüble“ zwischen Habermehlstraße und Enzufer. Butzenscheiben garantierten den Vierteles-Schlotzern wohlige Zurückgezogenheit vor neugierigen Blicken – keine Spur von Transparenz modischer Lokale, wo mancher gerne auf den Präsentierteller direkt an der Fensterscheibe spekuliert. Schon lange hat das „Faßstüble“ seine Tür geschlossen, eine kurze Zeit wurde es als Sozialquartier genutzt – doch erst jetzt wird es wieder zum Leben erweckt und seiner alten Bestimmung zugeführt.

Denn eifrig werkeln die Mitglieder des Clubs der kochenden Männer – die Reuchlin Chuchi Pforzheim – und teilweise die nicht minder begeisterten Ehefrauen der Meister am Herd im ehemaligen Restaurant, um es herzurichten. Denn ab 1. Januar wird es das Nachfolge-Domizil für die Immobilie im evangelischen Gemeindezentrum der Altstadtkirche werden. Rund 50 Jahre lang parierten hier die kochenden Männer Keulen von allerlei Wild, montierten Saucen, filetierten und bardierten, pochierten und passierten, brieten kurz und schmorten lang, halfen einander, genossen gemeinsam und mit geladenen Gästen. Doch bekanntlich stellt die evangelische Kirche in Pforzheim alles auf den Prüfstand – nicht nur die Organisationsstruktur, sondern angesichts der angespannten Finanzsituation das gesamte Immobilien-Portfolio. Es habe frühzeitig Signale gegeben, dass man verkaufen werde, heißt es bei den kochenden Männern – und so schauten sie sich anderweitig um. Bei der Baugenossenschaft Familienheim wurden sie fündig – praktischerweise in einer Lokalität, die bereits in früheren Jahren als Restaurant genutzt worden war.Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“.