nach oben
Klare Worte von Liane Papaioannou, erster Bevollmächtigte IG Metall Pforzheim, bei der Mai-Kundgebung des DGB am Waisenhausplatz. Foto: Tilo Keller
Zustimmung von Franz Herkens, stellvertretender DGB-Vorsitzender, Oberbürgermeister Gert Hager und SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast. Foto: Tilo Keller
01.05.2017

DGB-Kundgebung in Pforzheim: Gegen Polpulismus, für gerechte Politik des Arbeitsmarktes

Pforzheim. Unter dem Motto „Wir sind viele, wir sind eins“, hat der DGB-Kreisverband Pforzheim/Enzkreis seine Maikundgebung, die bundesweit in vielen Städten stattfand, gestellt. Auf dem Waisenhausplatz vor dem Theaterfoyer warb die erste Bevollmächtigte Liane Papaioannou vor über 100 Mitstreitern und Interessierten dafür, den Erfolgsweg des DGB mit seinen sechs Millionen Mitgliedern weiter zu beschreiten.

Bildergalerie: DGB-Kundgebung in Pforzheim

Vor 125 Jahren habe der erste Kongress der freien Gewerkschaften in Halberstadt die Grundlage für die Arbeit des DGB gelegt. „Wir haben seitdem viel erreicht, “ so Papaioannou. In einem Positionspapier hätten die Verantwortlichen dargelegt, wie die Stadt in Zeiten knapper Kassen dem Thema ausreichender Bildung, gerechter Steuerpolitik und Gehälter gerecht werden könne. Es gebe jede Menge Firmen in der Goldstadt, die sich aus dem Tarifgefüge flüchteten oder die Betriebsräte unter Druck setzten, erklärte sie. Dem gelte es entgegenzutreten. Eine bundesweite Befragung von Arbeitnehmern habe über die Sorgen und Nöte Auskunft gegeben. Egal wie die Wahl im September ausgehen werde: Die Parteien kämen um Themen wie die paritätisch finanzierte Krankenkasse, sichere Renten und Weiterbildung in den Betrieben nicht herum.

Der ehrenamtliche DGB-Vorsitzende Wolf-Dieter Glaser hatte sich zuvor für eine bessere Arbeitsmarktpolitik ausgesprochen und den Populisten eine Absage erteilt. Es gehe in dem Superwahljahr, und vor allem auch bei der OB-Wahl am Sonntag darum, seine Stimme zu vergeben und mitzugestalten.

Oberbürgermeister Gert Hager hatte in seinem Grußwort das Motto „Wir sind viele“ aufgenommen und auf die steigende Bevölkerungszahl und die über 140 Nationen bezogen. Damit jeder eine Chance auf seien eigenen Weg habe, müssten alle zusammen dieselbe Richtung einschlagen. Das DGB-Familienfest krönte die Band „Alter Adel“ mit Songs, und verschiedene kulinarische und politische Stände mit Köstlichkeiten und Infos. Außerdem wurd die Ausstellung an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet „Kein Grund zum Feiern“ eröffnet.

Leserkommentare (0)