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Reges Interesse an einer Übung: Die DRK-Mitarbeiter des Ortsverbands zeigen, wie sie ein Unfallopfer stabilisieren.
04.09.2016

DRK-Ortsverein feiert Sommerfest und zeigt Rettungsübung

Neulichbei einem Einsatz hat Franz Weiss, Vorsitzender des Ortsvereins Stadt Pforzheim des deutsche Roten Kreuzes und Vizepräsident des Kreisverabands, einem Schaulustigen das Handy weggenommen und später der Polizei übergeben. Während er und seine Helfer um das Leben des Unfallopfers kämpften, waren Zuschauer mit fotografieren beschäftigt. Das nehme immer stärker Ausmaße an, berichtet er.

Bildergalerie: DRK feiert Sommerfest und zeigt Rettungsübung

Deshalb ist auch die Rettungsübung mit zwei Verletzten in einem zerstörten Auto eines der Höhepunkte des Sommerfests des Ortsvereins am Wochenende gewesen. Feuerwehr und Helfer demonstrierten die Erstversorgung während sich der Verletzte noch im Auto befand und das anschließende Befreien aus dem Wrack, nachdem der Verletzte stabilisiert war.

1200 Einsatzstunden

An zwei Tagen haben je 30 Ehrenamtliche für Interessierte gekocht, Kuchen verkauft und den kompletten Fuhrpark demonstriert, der zum Verwaltungsgebäude an der Carl-Hölzle-Straße 1 dazugehört. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg. Am Samstag zählte Weiß lediglich 150 bis 200 Interessierte und fand es ein wenig enttäuschend. Vor zehn Jahren hatte die Grundsteinlegung für das neue Gebäude stattgefunden und 28 Jahre in einem Provisorium beendet, erinnert sich Weiss. Rund 70 aktive ehrenamtliche Mitglieder, darunter zwei Ärzte, zählt der Ortsverein – ohne die nichts gehe, sobald es zu Katastrophen mit vielen Beteiligten gehe. Denn dann unterstützten die Ehrenamtlichen ihre Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz, erklärt Weiss. Dazu steht etwa ein mobiles Sanitätszelt zur Verfügung mit Feldbetten und Monitorüberwachung. Und hochspezialisierte Wagen wie der Notfallkrankentransportwagen. 1200 Einsatzstunden pro Jahr absolvierten die Helfer. 15 Heranwachsende haben sich im Jugendrotkreuz zusammengeschlossen. Doch es fehle an Nachwuchs, sagt Weiss. Das Freizeitverhalten der jungen Leute habe sich geändert. Zudem seien nicht nur die Fahrzeuge komplizierter geworden. Auch die Mitarbeiter bräuchten jede Menge Fortbildungen.