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Hat gut lachen: Uwe Hück ist nun Ehrenmitglied von Müsiad.  Foto: PZ-Archiv/Meyer 

Da fühlt sich einer geehrt: Uwe Hück ist frischgebackenes Ehrenmitglied des Vereins Unabhängiger Unternehmer und Industrieller in der Türkei

Pforzheim. Betriebsrats-Chef war er (bei Porsche), Stimmenkönig ist er (bei der Pforzheimer SPD), das Verdienstkreuz hat er (das des Bundes) – und nun ist Uwe Hück frischgebackenes Ehrenmitglied von Müsiad, dem Verein Unabhängiger Unternehmer und Industrieller in der Türkei.

Die islamisch-konservative Vereinigung wurde 1990 gegründet und hat in der Türkei 87 Standorte. Sie ist nicht unumstritten. Dokumentiert sind zahlreiche antisemitische Äußerungen führender Mitglieder und die Nähe zum autokratischen Präsidenten Recep Erdogan. Doch das kann Hück nicht schrecken: Der ehemalige zweifache Europameister im Thaiboxen und Chef des FSV Buckenberg betont immer wieder die völkerverbindende Kraft des Sports.

Zwei seiner besten Promi-Freunde haben türkische Wurzeln. Der eine, sein „Bruder“, ist der kurpfälzische Comedian Bülent Ceylan („Isch bin Dein Monnemer Türk’“), der andere der Boxer Firat Arslan, gegen den Hück im Rahmen seiner Charity-Kämpfe („Blaue Flecke für soziale Zwecke“) zweimal boxte. Der Hinkampf fand in Istanbul, der Rückkampf Ende vergangenen Jahres in der Bertha-Benz-Halle statt.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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