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Das Helios Klinikum in Pforzheim. 

Darum gibt es vorerst keine ambulante Augenbehandlung am Pforzheimer Helios

Pforzheim. Schlechte Nachricht für Patienten, die einen Augen-Notfall haben: Das Helios Klinikum Pforzheim könne bis auf Weiteres keine ambulante augenärztlichen Notfallversorgung für die Bürger in Pforzheim und dem Enzkreis anbieten, so Klinikums-Sprecherin Silke Bentner in einer Pressemitteilung am Dienstag.

Im Rahmen von Klärungsgesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) habe sich das Klinikum seit Mitte vergangenen Jahres um eine Aufnahme in das Konzept und die Organisation der augenfachärztlichen Notfallversorgung für Pforzheim und den Enzkreis bemüht. Die Planungen der KV sähen aktuell jedoch kein Augennotfallzentrum - also einen gemeinsamen Tresen von niedergelassenen Augenärzten und der Helios Augenklinik - für Pforzheim und Umgebung vor. . Hinzu komme, so Bentner, dass aufgrund des Weggangs des Chefarzts der Augenheilkunde, Privatdozent Dr. Tamer Tandogan, zu Ende Juni ab Juli die Leitungsfunktion der Augenklinik nicht mehr besetzt sei.

Eine Nachbesetzung sei bislang nicht gelungen. Darüber hinaus seien weitere Facharztstellen aktuell nicht besetzt, und es gebe derzeit krankheitsbedingte Ausfälle im Team. Es gehe unterm Strich, sagt Bentner, „um eine Entscheidung der KV, wie Baden-Württemberg mit augenärztlichen Notfallambulanzen zukünftig ausgestattet werden soll“. Eine PZ-Anfrage bei der KV Baden-Württemberg blieb gestern unbeantwortet. Bentner wirbt mit Blick auf die stationäre Augenklinik am Klinikum „um Verständnis, dass wir über laufende Ausschreibungen und auch über Personal- und Bettenkapazitäten grundsätzlich keine Auskunft geben“.

Für die Bevölkerung bedeute die gegenwärtige Situation, dass Augen-Notfälle nicht mehr behandelt werden könnten und das Klinikum nur Patienten stationär versorgen könne, die eine Überweisung von einem niedergelassenen Augenarzt aus Pforzheim oder dem Enzkreis hätten.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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