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Humane Musik der besonders mitreißenden Art: Die Musiker von „Human“ um die zierliche Sängerin Julia Vukelic sorgen im Malersaal des Kulturhauses Osterfeld für eine klingende Rolle rückwärts mit Kultcharakter und Spaßfaktor. Foto: Frommer
Humane Musik der besonders mitreißenden Art: Die Musiker von „Human“ um die zierliche Sängerin Julia Vukelic sorgen im Malersaal des Kulturhauses Osterfeld für eine klingende Rolle rückwärts mit Kultcharakter und Spaßfaktor. Foto: Frommer
24.09.2017

Das Band-Projekt „Human“ lässt die 1980er-Jahre wiederauferstehen

Pforzheim. Was für ein Einstand! Die Band „Human“ rockt in dieser Samstagnacht den Malersaal mit einer musikalischen Zeitreise in die 1980er-Jahre: laut, heavy und mit exzellentem Gespür, welche Cover-Songs beim Publikum heute wieder oder immer noch angesagt sind. Schon der Einstieg mit Robert Palmers Hit „Addicted To Love“ ist überzeugend, und mit dem stets direkt in beide Tanzbeine gehenden Bowie-Song „Let’s Dance“ legt die Formation sofort und nahtlos nach: mit fordernden Beats, kraftvollem Gesang und „auf den Punkt“ gespielten Gitarren-Riffs.

Gestandene Musiker

„Human“, das sind an diesem Abend: Oliver Gössele (Gesang), Daniel Heim (Gitarre), Thorsten Kiefer (Keyboards), Tobias Mürle (Bass), Jan Hees (Schlagzeug) und die zierliche Sängerin Julia Vukelic – allesamt gestandene Musiker, die bereits in früheren Bands mehrfach reüssiert haben. Zu „Human“ zusammengefunden haben sie sich unter dem Claim „Livin’ the 80s“ – und genau das in der Wortmarke propagierte Feeling der Achtzigerjahre zelebrieren sie auch gekonnt auf der Osterfeld-Bühne: unterfüttert vom erstklassigem Schlagzeug Hees’ und dem durchgängig herrlich groovenden Bass Mürles.

Mit dem dritten Song – „Here Comes The Rain Again“ – kündigt sich bereits an, dass die singenden Bandmitglieder – Vukelic, Gössele und Heim – ganz unterschiedliche Titel und Gruppen präferieren: Julia Vukelic wird an diesem Abend beispielsweise Yazzos „Don’t Go“ (der Disco-Kracher aus dem Jahr 1982 mit dem unverwechselbare Keyboard-Intro) und einen weiteren Eurythmics-Song covern: „Sweet Dreams“ (1983).

Wechselspiel je nach Vorliebe

Daniel Heim lässt indes seiner unverkennbaren Vorliebe für Prince freien Lauf: „Purple Rain“, „Kiss“ und „1999“ (im Duett mit Julia) zählen zu den Glanzlichtern des langen Konzertabends. Oliver Gössele läuft bei „Rebel Yell“ (Billy Idol, 1983) und Spliffs „Carbonara“ (1982) und „Déjà Vu“ (1981) zu ganz großer Form auf. Gerade aus dem Stil-Mix und aus dem stetigen Wechselspiel der drei Gesangsstimmen zieht der Abend sein kurzweiliges Feuer und den hohen Spaßfaktor – anders gesagt, wer in dem Repertoire kein Stück findet, das die Mundwinkel schlagartig in die Höhe stemmt, war in den 1980ern schlicht und ergreifend noch nicht am Leben.

Selbst der (zwar aus dem Jahr 1992 stammende) psychedelisch-punkige „Sisters of Mercy“-Titel „Temple Of Love“, der eigentlich erst 2004 als Soundtrack des Fatih-Akin-Films „Gegen die Wand“ richtig populär wurde, kommt beim Pforzheimer Publikum hervorragend an. Als Zugabe gibt’s im Malersaal mit „Don’t You Want Me“ („Human League“, 1981) und „Shout“ („Tears for Fears“, 1984) jedoch wieder ganz und gar „Epochengerechtes“ – und anschließend DJ-Musik bis zum Abwinken.

www.human-band.de

miri33
25.09.2017
Das Band-Projekt „Human“ lässt die 1980er-Jahre wiederauferstehen

Liebe PZ, lieber Robin Daniel Frommer, der Sängerin das Attribut "zierlich" voranzustellen empfinde ich als extrem frauenfeindlich! Was hat denn das mit der Leistung als Sängerin zu tun? Und wer liest sowas Korrektur und gibt es frei? Schämen Sie sich! Und am Ende ist es doch nur eine Cover-Band (natürlich mit "gestandenen Musikern") und ein Artikel, bei dem -mangels sonstigem Inhalt- das gesamte Repertoire aufgelistet wird um mit aussagefreien Worten verbunden wird. Große Leistung. mehr...