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Einiges los war am Samstag beim Dirndlabend auf dem OechsleFestival. © Seibel
29.08.2010

Das OechsleFest als Laufsteg für Lederhose und Dirndl

Für die einen ist es das erste Mal; andere schmücken sich damit seit Jahrzehnten; für die gebürtige Wienerin Dietlinde Hess ist es eine Normalität, mit der sie aufgewachsen ist: das Tragen eines Dirndls. „Da fühl ' ich mich wohl“, sagt die Vorsitzende des des Bürgervereins Dillweißenstein, „aber ich fühl' mich immer wohl unter Menschen.“ Also dürfte der voll gefüllte Marktplatz ganz nach ihrem Geschmack sein. So viel Dirndl, Janker und Lederhosen waren wohl noch nie – zumindest nicht beim OechsleFest.

Bildergalerie: Dirndlabend beim OechsleFestival

Es ist der erste „Dirndl-Abend“, und dem Aufruf des Citymarketings sind Dutzende gefolgt. Pünktlich reißt auch der Himmel auf, es hört auf zu schütten, die Sonne lacht, als die ersten Dirndl-Trägerinnen vor die Bühne stolzieren, auf der bald die Kraichgau-Band „Romanticas“ für Stimmung sorgen wird. Profi-Fotograf Tilo Keller wird Foto um Foto machen und unmittelbar ausdrucken lassen als bleibende Erinnerung. Die Damen werden von Rolf Spiertz ein Lebkuchenherz des Verkehrsvereins umgehängt bekommen. Spiertz hat selbst seinen eleganten Janker angezogen.

Für Tayeesha Howard, 17, ist es so etwas wie das vorweggenommene Geburtstagsgeschenk zu ihrer baldigen Volljährigkeit. Schließlich möchte sie sich im Dirndl nicht erst beim Oktoberfest in München, sondern gewissermaßen vor der Haustür präsentieren. Wohl die älteste Dirndl-Trägerin ist Ilse Hentschel, 86. Seit 35 Jahren hütet sie ihr Dirndl. Den Stoff für den Rock hatte sie seinerzeit aus Mittenwald mitgebracht – geschneidert wurde er in Pforzheim.