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Gute Laune am Mikrofon: Thomas Brockmann (links) spricht den OechsleFest-Gästen seit Jahrzehnten aus dem Herzen.  Foto: PZ-Archiv, Seibel 

"Das OechsleFest ist nie stehengeblieben" – Moderator Brockmann im PZ-Gespräch

Dass ihm dabei seine Radio-Erfahrung zugutekommt, aber der große Bühnenangriff dennoch eine besondere Herausforderung ist, erzählt der Sternenfelser im PZ-Gespräch – und verrät, wie es ist, stets ganz nah dran an Promis aller Couleur zu sein.

Reden ist nicht nur Silber, Reden kann Gold sein – zumindest immer dann, wenn Thomas Brockmann in der Goldstadt zum Mikro greift. Seit Jahrzehnten bringt der Profi-Moderator die Besucher des OechsleFests in Stimmung und hält sie bei Laune. Dass ihm dabei seine Radio-Erfahrung zugutekommt, aber der große Bühnenangriff dennoch eine besondere Herausforderung ist, erzählt der Sternenfelser im PZ-Gespräch – und verrät, wie es ist, stets ganz nah dran an Promis aller Couleur zu sein.

PZ: Herr Brockmann, fehlen Ihnen überhaupt irgendwann einmal die Worte?

Thomas Brockmann: Ganz ehrlich: nein! Es liegt wohl in Gottes Hand, dass ich da ein Talent habe, das ich selbst manchmal nicht ganz begreife. Ich lese zuvor einige Stichworte und mache die Moderation dann komplett frei. Die Worte kommen dann wie von allein. Das wirkt offensichtlich sehr authentisch. Und genau das schätzen die Leute und buchen mich.

Wie lange schon ist das Mikrofon Ihr bester Freund?

Ich habe tatsächlich schon mit 15 Jahren angefangen und eigentlich jede Disko im Umland unsicher gemacht – vom Nieferner „Atlantis“ bis zum Pforzheimer „Casablanca“. Erst parallel zur Gymnasial-, dann zur Bundeswehrzeit. Seit 1972 babbel ich schon ins Mikrofon (lacht). Meinen ersten Vertrag beim Radio habe ich 1985 unterschrieben. Also genau vor 34 Jahren – so lange, wie es das OechsleFest schon gibt.

Wie vielen OechsleFesten haben Sie Ihre Stimme geliehen?

Über diese mehr als drei Jahrzehnte habe ich immer wieder dort moderiert und sicher am Großteil der bisherigen OechsleFeste mitgewirkt. Die Anfänge waren klein und eher etwas verstaubt, das Fest wurde insbesondere von älteren Leuten besucht. Unglaublich, was sich daraus bis heute entwickelt hat. Da muss ich sagen: Hut ab!

Wie unterscheidet sich eine Moderation im Radio von jener auf der großen Bühne?

Einerseits ist das OechsleFest für mich inzwischen schon fast ein Selbstläufer. Schließlich kenne ich die Festwirte, die Honoratioren und viele der Stammgäste. Andererseits ist eine Moderation in solch einem Rahmen immer eine Herausforderung. Klar: Das Radio ist heute zu einem ,Nebenher-Medium‘ geworden: Früher lauschten die Hörer konzentriert, und etliche drückten bei manchen Songs am heimischen Kassettenrekorder auch noch den Aufnahmeknopf. Dennoch ist die Moderation im Radio weiterhin klar formatiert und strukturiert. Du musst zwischendurch immer wieder den Sendernamen nennen und die Uhrzeit durchsagen. Ich darf zwischendurch zum Glück immer noch das eine oder andere Pop-Histörchen erzählen, wegen derer meine Sendungen so beliebt sind. Bei einer Fest-Moderation von der Bühne sitzen in der Regel die Leute da unten und reden miteinander. Da musst du die Menschen einfangen, musst sie fischen. Es sollte möglichst keine Längen geben, und du musst das Publikum immer wieder aufs Neue packen.

Wie oft wird man Sie bei der 34. Auflage des OechsleFests hören und erleben?

An drei Abenden werde ich auf der Bühne stehen: Gleich bei der Eröffnung am Freitag, 23. August, natürlich beim längst legendären Dirndl-Abend am Samstag, 31. August, und dann abermals am Freitag, 6. September, bei der PZ-Hüttengaudi mit den „Blechblos’n“. Das Spezielle an dieser Gaudi ist, dass sich die „Pforzheimer Zeitung“ auf ganz besonders launige Weise bei ihren Leser und Abonnenten bedankt. Dieses positive Denken finde ich einfach schön.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 7. August, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Claudius Erb

Claudius Erb

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