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Ein Mann, der gerne austeilt: FDP-Landtagsabgeordneter für den Enzkreis und Pforzheimer Stadtrat Hans-Ulrich Rülke. Foto: Ketterl/PZ-Archiv
Ein Mann, der gerne austeilt: FDP-Landtagsabgeordneter für den Enzkreis und Pforzheimer Stadtrat Hans-Ulrich Rülke. Foto: Ketterl/PZ-Archiv
06.11.2015

Das PZ-Gespräch: „Lass uns über Hans-Ulrich Rülke reden“

„Lass uns über Hans-Ulrich Rülke reden“ - im PZ-Gespräch zwischen Thomas Satinsky, dem Geschäftsführenden Verleger der „PforzheimerZeitung“, und PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht wird über Politik und Politikstil des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag und des Pforzheimer Stadtrats diskutiert. Während Rülke im Landtag Präsenz zeigt und ordentlich austeilt, fällt er im Gemeinderat eher durch Abwesenheit auf.

Was er zur Stadtpolitik zu sagen hat, ist meistens nicht im Ratssaal zu hören. Umso lauter fallen seine Meinungen zur Landespolitik im Landtag aus. Manchmal könnte man gar angesichts der braven CDU den Eindruck gewinnen, er sei die Ein-Mann-Opposition gegen Grün-Rot.

„Hans-Ulrich Rülke geht in der Opposition und im Hau-drauf-Politikstil richtig auf. Deshalb hatte er sich im Landtag auch den Spitznamen „Brülke“ erarbeitet, weil er oft zu laut und zu deftig rüberkommt. In der Pforzheimer Stadtpolitik ist das nicht viel anders. Ich glaube, er isoliert sich damit“, sagt Satinsky und erinnert an die Klausurtagung des Gemeinderats, um die Zukunft der Stadt zu diskutieren und Strategien zu entwickeln, bei der Rülke jedoch fehlte. „Dass das den Gemeinderatskollegen sauer aufstößt, kann ich natürlich verstehen“, meint Schlecht und legt nach: „Aber damit kann er, glaube ich, ganz gut leben. Zumal er auch genüsslich ein Vakuum ausfüllt, das die hiesige CDU hinterlässt. Ausgerechnet die größte Fraktion mit dieser großen Tradition in dieser Stadt. Von ihr hört man kaum etwas.“

Und wie sieht es in der Landespoilitik aus? Schlecht meint: „Als Vorsitzender der kleinsten Fraktion im Landtag, die es bei der Landtagswahl 2011 gerade so über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hat, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als laut zu sein, um sich Gehör zu verschaffen.“ Ob das alleine bei der Landtagswahl 2016 hilft, bezweifelt Satinsky: „Für mich ist noch nicht ausgemacht, dass die FDP ein gutes Ergebnis erzielt, und zwar einfach deshalb, weil sich die Liberalen im Land viel zu wenig zur Flüchtlingskrise äußern. Wer ein solch großes Thema nicht offensiv angeht, begeht einen Kardinalfehler.“

Was zeichnet Rülke aus? Für was steht er? Was wird die Landtagswahl 2016 für ihn bringen? Das ganze Gespräch lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.