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Der Pavillon von  „Dean & David“ soll abgerissen werden. Deshalb zieht das Restaurant offenbar....
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Die leerstehende Immobilie der Metgerei Dietz.

Dean&David, Hopfenschlingel und Metzgerei Dietz: Das passiert nun in der Pforzheimer Gastro-Szene

Pforzheim. Wenn „Brauhaus“-Chef Wolfgang Scheidtweiler einerseits auf die Vita des markanten, architekturpreisgekrönten früheren „i-Dipfele“ (das im Volksmund immer noch so heißt) zwischen C&A und Neuem Rathaus nördlich des Marktplatzes zurückblickt und andererseits auf das Schicksal des heute – noch – darin ansässigen „Dean & David“, dann hat er manchmal, so sagt er, das Gefühl: „Schilda lässt grüßen.“

Bereits weit im Vorfeld der geplanten „Innenstadtentwicklung-Ost“ soll der zweigeschossige Pavillon weichen, „angeblich, weil in ein paar Jahren Leitungen verlegt werden müssen, als ob der Raum zwischen ,i-Dipfele’ und Rathaus dafür nicht ausreichend wäre“, sagt Scheidtweiler. „In die Fahrspur passt doch alles rein.“ Bereits vor zwei Jahren, noch unter Ex-OB Gert Hager, sei der Pavillon (zwecks späteren Abrisses) an die Stadt verkauft, doch der Kaufvertrag rückabgewickelt worden – um den Bau nun wieder zu verkaufen.

Offenbar neues Domizil für „Dean & David“ gefunden

Leidtragender ist nun der Betreiber von „Dean & David“, für den es ein neues Domizil zu finden galt. Das scheint nun gefunden zu sein, so wie es die Spatzen von den Dächern pfiffen, auch wenn die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Doch alles deutet darauf hin, dass man auf der Zielgerade ist – und die ehemalige Metzgerei Dietz (davor Aldinger) am westlichen Eingang der Fußgängerzone zu Gastronomiezwecken umgebaut wird.

Die rund 160 Quadratmeter (mehr als auf zwei Etagen im „i-Dipfele“) müssten noch hergerichtet werden, so Scheidtweiler – abhängig von der Erteilung der Baugenehmigung. Dem dürfte nichts entgegenstehen, ist doch die Stadt bemüht, Leerständen in der City entgegenzuwirken.

Ehemaliger „Hopfenschlingel“ vor der Auferstehung

Eine weitere Scheidtweiler-Immobilie steht vor einer Wiederauferstehung: der ehemalige „Hopfenschlingel“ am Sedanplatz (der nicht mehr so heißen wird, weil die Nutzungsrechte am Namen Ende 2018 ausgelaufen sind). Der Vertragsentwurf liege bei einem Interessenten auf dem Tisch, sagt Scheidtweiler, einem Pforzheimer mit Gastro-Erfahrung außerhalb der Goldstadt. Nichts mehr gehört habe er von einem früheren potenziellen Betreiber, der mit einem Geschäftspartner ein ernsthaftes Interesse an dem Kult-Wirtshaus bekundet – aber sich in letzter Zeit nicht mehr gemeldet habe. Wenn nun alles glatt gehe, sagt Scheidtweiler, könne der frühere „Hopfenschlingel“ zum 1. Mai öffnen.