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© Seibel
29.12.2010

Deckenplatten im Rathaus: Krebserregend oder harmlos?

PFORZHEIM. Der Pforzheimer Rainer Bartels zieht als früherer Mit-Inhaber eines auf die Sanierung von schadstoffbelasteten Gebäuden spezialisierten Unternehmens die Notwendigkeit in Zweifel, für einen Austausch von Mineralstoff-Platten im Pforzheimer Rathaus 250.000 Euro auszugeben. Die Stadtverwaltung hatte vergangene Woche ihre Absicht bekundet, genau dies zu tun. Sie hatte dies damit begründet, dass die Platten krebserregende Fasern abgeben könnten, falls sie bei einem Transport zu Bruch gehen.

Das Material sei asbest-ähnlich. Bartels stellt dies in Abrede: Die im Rathaus verwendeten Platten seien aus einem Material, das man genau deshalb entwickelt habe, um die Gefährdung durch Asbest zu vermeiden.

Wenn die Platten überhaupt ausgetauscht und entsorgt werden müssten, stelle sich die Frage, ob dies so viel Geld kosten müsse.

Schadstoff-Messungen hätten keinerlei Belastungen ergeben. Im Gegenteil: Man könne die Platten bei Bedarf sogar wieder verwenden, sagt Bartels. Auch seien sie kein kostspielig zu entsorgender Sondermüll. Es empfehle sich, ein weiteres Gutachten dazu einzuholen, so Bartels.

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