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Erik Schäfer arbeitet bei Stark Druck in Pforzheim. © Türschmann
30.06.2017

Dem Druck gewachsen: Erik Schäfer ist Azubi des Monats Juni

„Mindestens Schichtleiter will ich werden“, sagt Erik Schäfer selbstbewusst. Der 24-Jährige hat große Ziele und daraus macht er auch keinen Hehl. Der junge Pforzheimer befindet sich derzeit in der Ausbildung zum Medientechnologen bei der Firma Stark Druck in Pforzheim. Doch er ist kein gewöhnlicher Azubi.

Azubi des Monats Juni: Erik Schäfer

Erik Schäfer vertritt nicht nur regelmäßig sein Unternehmen auf verschiedenen Messen, sondern ist zudem Ausbildungsbotschafter bei der IHK Nordschwarzwald. Er besucht Schulen und ermutigt junge Menschen zu einer Ausbildung. „Seine Art ist einzigartig. Er kann Menschen mitreißen und überzeugen“, erzählt Personalleiterin Beate Wacker. Bei seinen Kollegen ist der 24-Jährige durchweg beliebt. „Erik ist total unkompliziert. Er geht auf jeden zu und weiß mit seinem Naturelle zu überzeugen“, sagt Kollegin Lena Lutz, die 2016 den dritten Platz bei der „Azubi-des-Jahres“-Abstimmung belegte.

Bildergalerie: Erik Schäfer ist Azubi des Monats Juni

Seit 2016 ist Erik Schäfer bei Stark Druck angestellt. Dort begann er zunächst eine Lehre zum Maschinen- und Anlagenführer. Doch dann kam ein Moment, der das Leben des 24-Jährigen komplett ändern sollte. „Ich musste etwas in einem anderen Raum abholen. Und dann stand ich vor dieser riesengroßen Druckmaschine. Mir wurde sofort klar, dass ich mit dieser in Zukunft arbeiten möchte“, erzählt der Pforzheimer. Und so kam es dann auch.
Nach getaner Arbeit spielt er am liebsten mit seiner Konsole. „Ich bin ein richtiger Nerd“ sagt er mit einem Schmunzeln. Auch das Kartenspiel „Magic“ kann Erik stundenlang pausenlos spielen. Wenn er dann mal nicht am Zocken ist, geht der Azubi seinem zweiten großen Hobby nach. „Um abzuschalten, gehe ich mit meiner Freundin in den Wald spazieren. Dort genieße ich die Ruhe und Einsamkeit“, berichtet er. Seinen Urlaub verbringt er zumeist in den Bergen.

Der 24-Jährige ist naturverbunden. Das wird noch deutlicher, als er beginnt, über seinen großen Traum zu sprechen. Selbstversorger will er werden – mit Frau und Kind irgendwann mal auf einem Bauernhof leben. „Eine eigenen Quelle und eigene Tiere dürfen natürlich nicht fehlen“, erzählt er. Doch bis es soweit ist, konzentriert sich der junge Mann voll auf seinen beruflichen Werdegang. „Man merkt, wie sehr er seinen Job liebt. Er ist wahnsinnig zielstrebig. Erik Schäfer wird seinen Weg gehen“, sagt Personalleiterin Beate Wacker. Während seiner dreijährigen Ausbildung besucht er die Carl-Hofer-Schule in Karlsruhe. Seine Noten sind gut, eine Drei war bislang seine schlechteste Benotung. Mit stressigen Situationen kann Erik bestens umgehen, denn wenn beispielsweise Produkte wie „Der Spiegel“ durch die Maschine laufen, dann darf nichts schief gehen. Mehrmals in der Woche kommt Erik in Situationen, in denen effizientes Arbeiten von ihm verlangt wird.
Das Zeug zum „Azubi des Monats“ hat Erik deshalb nicht nur nach seiner eigenen Auffassung verdient, denn auch seine Kollegen stehen dabei voll hinter ihm. Natürlich möchte er auch „Azubi des Jahres“ werden, das aber entscheiden die PZ-Leser erst am Ende des Jahres.

Drei Fragen an Personalleiterin Beate Wacker:

1. Was macht man als Medientechnologe Druck?
Ein Medientechnologe sorgt dafür, dass die Druckprodukte in einer bestimmten Qualität produziert werden und durch die gesamte Auflage hinweg das gleiche Qualitätsniveau behalten. Dazu zählen Dinge wie Farb- und Materialabstimmung.

2. Welche schulischen Voraussetzungen werden für die Ausbildung benötigt?
Für eine Ausbildung zum Medientechnologe Druck sollte man im Idealfall die mittlere Reife mitbringen, wobei natürlich auch ein guter Werkrealschulabschluss möglich ist. Bewerber sollten gute Noten in Mathematik und technisches Verständnis haben. Wichtig ist auch ein Gefühl für Farben.

3. Welche Eigenschaften sollte ein guter Medientechnologe mitbringen?
Neben den schon zuvor erwähnten Eigenschaften wie Farbverständnis ist es sehr wichtig, dass man Interesse daran mitbringt, mit unseren großen Druckmaschinen zu arbeiten. Bewerber sollten außerdem neugierig sein und sollten keinerlei Ängste haben, mit den komplexen Drucktechniken umzugehen. Gerne gesehen wird Mut, etwas Neues auszuprobieren.