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Das Team um Theresia Kraft (vorne), Koordinatorin des Palliativnetzes, möchte sich im Rahmen eines Vortrages näher vorstellen und hofft auf viele Besucher. Im Bild von links hinten: Ralf Fuhrmann, Ronald Weiss, Karin Maisch, (von vorne rechts) Petra Schilling, Annette Müller und Evelyn Wendt. Foto: Molnar
Das Team um Theresia Kraft (vorne), Koordinatorin des Palliativnetzes, möchte sich im Rahmen eines Vortrages näher vorstellen und hofft auf viele Besucher. Im Bild von links hinten: Ralf Fuhrmann, Ronald Weiss, Karin Maisch, (von vorne rechts) Petra Schilling, Annette Müller und Evelyn Wendt. Foto: Molnar
23.09.2016

Dem Lebensende mehr Qualität geben

Seit zwei Jahren ist das Palliativnetz Pforzheim-Enzkreis aktiv. Die Versorgungszahl hat zugenommen – von anfangs 108 auf derzeit 470 Patienten. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, worin die Arbeit der zehn spezialisierten Pflegekräfte und Ärzte besteht, was sie bedeutet.

Das soll sich ändern: Bei einem Vortrag zum Thema „Letztverlässlichkeit am Lebensende – aktuelle Gedanken zur Palliativbegleitung“ am kommenden Mittwoch, 28. September, im Siloah will sich das Palliativnetz vorstellen. „Wir wollen Licht ins Dunkel bringen“, sagen Koordinatorin Theresia Kraft und ihre Stellvertreterin Evelyn Wendt. Für den Vortrag, der sich an Bürger, Ärzte oder Pflegekräfte richtet und als Fortbildung für die Ärzteschaft anerkannt wird, konnte der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Christof Müller-Busch aus Berlin, gewonnen werden. Er wird etwa zur Frage der Sicherheit für Sterbende und deren Angehörige referieren.

Dem örtlichen Palliativnetz (pallium: ummanteln, palliativ: lindern) geht es vordergründig um die medizinische Versorgung von Schwerstkranken am Lebensende – im vertrauten häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim. Die durchschnittliche Versorgungszeit liegt bei 19 Tagen. Wichtig ist, dass der Patient über diese letzten Tage selbst bestimmen kann, sein Wille steht im Vordergrund. „Es geht in dem Moment darum, dass er sich wohlfühlt“, erklärt Kraft, „das Leben soll Qualität haben.“

Zu 90 Prozent nähmen unheilbare Krebspatienten im Endstadium, aber auch 30- bis 80-jährige Menschen mit chronischer Lungenentzündung oder Muskelerkrankung die Leistung in Anspruch. „Wir sind 24 Stunden erreichbar“, sagt Kraft. Von Bedeutung sei auch die Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospizdienst, der „Sterneninsel“, den Pflegediensten, Hausärzten und Apotheken – und „die Erfahrung, dass man am Lebensende noch etwas machen kann“.

Der Vortrag findet am 28. September um 18 Uhr im Konferenzraum (4. Stock) im Siloah St. Trudpert Klinikum statt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss stellt sich das Palliativnetz vor.