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Wenn es dunkel wird, bricht in der Regel die Zeit der Einbrecher an. Maurer
Wenn es dunkel wird, bricht in der Regel die Zeit der Einbrecher an. Maurer
18.02.2016

Der Fluch der guten Verkehrsanbindung: PZ-Analyse der Einbruchszahlen

Pforzheim. Exakt 1,82 Wohnungseinbrüche und Versuche pro 1000 Einwohner hat es in Pforzheim und dem Umland im vergangenen Jahr gegeben. In der Goldstadt haben sich die Zahlen halbiert, im Enzkreis stiegen sie auf ein Zehnjahreshoch (die PZ berichtete). Doch es gibt innerhalb der Kreise Unterschiede. Manche Enzkreis-Kommunen sind auffallend sicher, ein Pforzheimer Stadtteil bekommt dagegen vom positiven Trend nichts mit. Die PZ hat analysiert, wo die Täter wie oft unterwegs waren.

Die wenigsten Einbrüche im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Pforzheim mussten die Bewohner Dillweißensteins, Huchenfelds und Hohenwarts erleiden. Recht selten waren auch Würm, der Buckenberg und die Kernstadt betroffen. Die Nordstadt liegt zwar im Mittelfeld (1,52 Einbrüche pro 1000 Einwohner) – doch immerhin wurde dort die Einbruchszahl von 102 im Jahr 2014 auf 38 im Jahr 2015 fast gedrittelt. In etwa halbiert haben sich die Werte der großen Sorgenkinder von 2014: Büchenbronn (von 30 auf 16), Eutingen (von 36 auf 20) und Südstadt (von 93 auf 48). Fünf Enzkreis-Kommunen freuen sich über Spitzenwerte: Maulbronn, Sternenfels, Friolzheim, Wimsheim und Birkenfeld.

Brötzingen ist Pforzheims einziger Stadtteil, in dem Einbrecher im Jahr 2015 häufiger versuchten, in Häuser und Wohnungen einzusteigen als 2014: 37 statt 35 mal – das macht 3,2 Einbrüche pro 1000 Einwohner. Ähnlich hoch ist der Einbruchsanteil in Wurmberg, Kämpfelbach, Keltern, Unterreichenbach und Ölbronn-Dürrn. Mit 4,48 Einbrüchen pro 1000 Einwohner ist die Doppelgemeinde Schlusslicht im Enzkreis. Beim Vergleich zum Vorjahr gibt es eine klare Tendenz: Nördlich der A 8 schlugen Einbrecher häufiger oder genauso oft zu (Ausnahmen: Kieselbronn, Sternenfels, Maulbronn), südlich der A 8 hielten sie sich verstärkt zurück (Ausnahmen: Keltern und Heimsheim). Generell wurde häufiger dort eingebrochen, wo Autobahnauffahrten und Bahnzustiege in der Nähe sind.

Für PZ-Plus-Leser gibt es HIER die Zahlen im Detail.

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