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17.03.2010

Der Frühling hat sich durchgesetzt

Schnee und Eis war gestern, heute strahlt die Sonne bei zweistelligen Temperaturen. Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Temperaturen bis 20 Grad stehen im Südwesten Deutschlands ins Haus – beinahe schon Biergartenwetter.

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Gleichwohl bringt der Frühling neben Licht auch Schatten mit sich. Gänzlich ungetrübt ist der Horizont zum Frühlingsbeginn nicht: Wolken und Schauer können aufziehen, auch am Samstag, dem kalendarischen Frühlingsanfang.

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Auch rund ums Gemüt kann es im Frühling wolkig werden. Dr. Marta Szabo, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts in Pforzheim sagt: „Kaum raus aus der Winterdepression, schlittern wir in die Frühlingsmüdigkeit.“ Sich im Frühling matt und müde zu fühlen – die Hälfte der Deutschen betreffe dieses Phänomen. Szabo: „Das ist eine Reaktion auf den stetigen Wechsel der Temperaturen und die Umstellung des Hormonhaushalts.“ Das beste Mittel dagegen sei Bewegung an der frischen Luft.

Was der Frühling ferner mit sich bringt: längere Tage, mehr Licht, milde Temperaturen. Und Frühlingsgefühle. Es ist wissenschaftlich nicht bewiesen, steht laut einer Online-Umfrage jedoch für 90 Prozent der deutschen Singles fest: Im Frühling wächst die Lust, sich zu verlieben.

Ein ungeliebes Frühlings-Geschenk für 15 Millionen Deutsche ist hingegen der Pollenflug. Derzeit machen Hasel, Erle und Weide den Allergikern das Leben schwer. "Auf dem Land fliegen die Pollen zwischen 3 und 5 Uhr in der Frühe, die Stadt erreichen sie am frühen Abend", weiß Szabo. Große körperliche Anstrengungen seien zu diesen Zeiten nicht empfehlenswert. Und sei die Frühlingsluft noch so verlockend.