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Die Künstlerin Anina Rubin präsentiert mit Hospizchef Martin Gengenbach die Werke auf dem Fernseher eines Gastzimmers.  Foto: Moritz 

Der Gast hat die Wahl: Hospiz zeigt Kunst von Anina Rubin über den Zimmerfernseher

Pforzheim. Längst entscheidet der Zuschauer dank Streamingdiensten und Mediatheken, wann er welchen Film oder welche Serie schauen möchte. Das Christliche Hospiz Pforzheim/Enzkreis geht noch einen Schritt weiter und nutzt die Fernsehgeräte, die in den Gastzimmern hängen, als Bildfläche für eine neue Ausstellungsform. So sollen von Ende Januar an für mehrere Wochen nicht nur im Wohnzimmer und auf den Fluren des Gebäudes sechs Bilder der jungen Künstlerin Anina Rubin zu sehen sein. Die Sterbenskranken können auf den Bildschirmen per Fernbedienung zudem zwischen zwölf Motiven wechseln.

„Was jemandem morgens gefällt, muss er schon mittags nicht mehr mögen“, beschreibt Geschäftsführer Martin Gengenbach den Hintergrund dieser Idee. Eine Herausforderung, vor der die Mitarbeiter auch bei der Essensfrage immer wieder stehen. Mit der freien Wahl zwischen verschiedenen Motiven – oder dem schwarzen Bildschirm – habe der Gast vom Bett aus die Entscheidungsgewalt.

Mehr über das Ausstellungsformat lesen Sie am Donnerstag, 30. Januar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Eröffnet wird die Ausstellung im kleinen Kreis. Ab Februar wird sie dann nach Anmeldung auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Wer sich Anina Rubins Werke ansehen möchte, setzt sich per E-Mail an k.traub@hospiz-pforzheim-enzkreis.de oder s.eckert@hospiz-pforzheim-enzkreis.de mit dem Hospiz in Verbindung. An ausgewählten Tagen wird die Künstlerin selbst vor Ort sein und durch die Schau führen.

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Anke Baumgärtel

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