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Ohne Moos keine Klos, zumindest keine sauberen und schönen. Das sieht man dem Toilettenhaus im Stadtpark deutlich an – für ein ordentliches Wasserklosett ist die Stadt nicht flüssig genug und hat sich nun sogar haushaltstechnisch in die Bredouille gebracht.
Ohne Moos keine Klos, zumindest keine sauberen und schönen. Das sieht man dem Toilettenhaus im Stadtpark deutlich an – für ein ordentliches Wasserklosett ist die Stadt nicht flüssig genug und hat sich nun sogar haushaltstechnisch in die Bredouille gebracht.
05.12.2017

Der Geldhahn für die städtischen Toiletten ist zugedreht

So richtig vorstellen kann man sich das nicht, aber von der haushaltsrechtlichen Beschlusslage ist die Sache eindeutig – demnach betreibt die Stadt Pforzheim ab 1. Januar 2018 ihre öffentlichen Toiletten, 13 an der Zahl, nicht mehr. In diese Lage ist die Stadt offensichtlich mehr oder weniger aus Versehen gelangt.

Rückblick: Als vor der Sommerpause 2016 der Gemeinderat ein 306 Punkte umfassendes Sparpaket beschloss, um im städtischen Haushalt jährlich 30 Millionen Euro an Verbesserungen zu erzielen und so einen genehmigungsfähigen Etat hinzubekommen, war die Schließung der städtischen Toiletten – genauer gesagt: die Streichung der Ausgaben dafür ab Januar 2018 – einer dieser Punkte. Gesamtes Volumen: 190 000 Euro im Jahr.

Der finanzielle Druck war hoch, die Zeit fürs Sparkonzept knapp, und 2018 noch lange hin. Heute ist der finanzielle Druck immer noch nicht weg – was aber wirklich knapp ist, das ist der Zeitraum bis zum 1. Januar 2018, dem Tag, ab dem kein Geld mehr für den Betrieb der Toiletten im Haushalt vorgesehen ist. Obwohl der Gemeinderat die Stilllegung der Klos mehrheitlich wohl seit dem Frühsommer nicht mehr will.

Nicht jedes Klo ist gleich

An ein entsprechendes Meinungsbild im Bauausschuss kann sich auch Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler gut erinnern. „Es war die überwiegende Meinung, dass man das nicht machen sollte“, sagt sie. Wobei es Toilettenanlagen wie die am alten ZOB Süd gebe, die man gar nicht mehr brauche, und andere wie die sanierten und jüngst wieder eröffneten am eigentlichen Zentralen Omnibusbahnhof, bei denen es nachgerade absurd wäre, sie zu schließen. Zumal man auch nicht alle Ausgaben dadurch einsparen könnte. Oder wie es der kommissarische Stadtkämmerer Konrad Weber auf PZ-Nachfrage formuliert: „Ein Erreichen des gesetzten Einsparziels wird als unwahrscheinlich erachtet. In welcher Höhe dann tatsächlich Einsparpotentiale generiert werden können, ist derzeit noch nicht absehbar.“

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Pforzheimer Mädchen
05.12.2017
Der Geldhahn für die städtischen Toiletten ist zugedreht

Dann wird eben in die Strassen gekackt. Sorry! Aber das musste jetzt sein. mehr...

Faelchle
05.12.2017
Der Geldhahn für die städtischen Toiletten ist zugedreht

Der Betrag dürfte etwas des Jahreseinkommens der neu geschaffenen Stelle der Persönlichen Referenten entsprechen. Pforze bietet ja genug Pinkel-Ecken ??! mehr...

Nordstädtler
05.12.2017
Der Geldhahn für die städtischen Toiletten ist zugedreht

Das Image der Innenstadt neu erfinden und lebendig-urban-bunt-chic ausstaffieren, mit viel Blablubber dazu und drumherum. Aber für die einfachen Dinge fehlt Kohle. Peinlich. mehr...

Pforzheimer Mädchen
05.12.2017
Der Geldhahn für die städtischen Toiletten ist zugedreht

Danke Frau Schüssler. mehr...