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Herzlicher Empfang für Sascha Binoth bei der IG Wilferdinger Höhe durch deren Vorsitzende Nicole Kaelber. Foto: Ketterl
Herzlicher Empfang für Sascha Binoth bei der IG Wilferdinger Höhe durch deren Vorsitzende Nicole Kaelber. Foto: Ketterl
09.11.2018

Der Neue sorgt für Aufbruchstimmung auf der Wilferdinger Höhe

Pforzheim. Von einem „Stimmungswechsel“ berichten Teilnehmer nach dem Unternehmerfrühstück auf der Wilferdinger Höhe. Von einem Wandel zum Positiven, von neuer Hoffnung, aber auch von einer damit verbundenen Erwartungshaltung. Diese hat Sascha Binoth, der neue Chef für Standort- und Kongressmarketing beim städtischen Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), mit seinem Vortrag geweckt. Rund 40 Mitglieder der Interessengemeinschaft Wilferdinger Höhe im Restaurant „Arcuisine“ hörten gern, dass Binoth die gesamte Stadt im Blick haben und voranbringen will.

Zuletzt habe man sich abgehängt gefühlt, war unter Teilnehmern zu hören, weil der Fokus des WSP einzig der Innenstadt gegolten zu haben scheine. Anders als der jüngst in den Ruhestand getretene Rüdiger Fricke, sei er kein Citymanager, betonte Binoth und definierte sein Arbeitsfeld: das Standort-, Kongressmarketing, auch Kulturmarketing, der Tourismus und alle städtischen Veranstaltungen. Er wolle die gesamte Stadt nach innen und außen vermarkten, sei dabei „offen für alles und Ansprechpartner für alle“. Sein Ziel sei es, alle Akteure zu vernetzen, um den Standort „optimal zu präsentieren“ und zu befördern.

Dass Binoth – damals noch als Karlsruher Citymanager – einst den Pforzheimer Geschenkgutschein mit eingeführt und dafür die Händler der Innenstadt und der Wihö zusammengebracht hatte, war da eine gute Argumentationshilfe. Der 50-Jährige, der auf 20-jährige Erfahrung im Stadtmarketing verweisen kann und im Landesvorstand aller City- und Stadtmarketinggesellschaften aktiv ist, gewährte Einblicke in seine erfolgreichen Aktionen und Maßnahmen in Karlsruhe – von einer Sympathiekampagne für die Stadt bis hin zu kreativem Baustellenmarketing. Konkretes für die Goldstadt hat er bereits auf dem Zettel, will dies aber erst nach Gesprächen mit Vertretern weiterer Unternehmergemeinschaften öffentlich machen. „Das alles funktioniert nur, wenn alle vor Ort sagen: Da bin ich dabei!“, so Binoth, der im wahrsten Wortsinn mit offenen Armen empfangen wurde. „Wir sind froh, dass Sie da sind“, hieß es im Rund.

Starker Zusammenhalt

Auch wenn es Fragen nach der Finanzierbarkeit solcher Aktionen gab – sehr positiv sei Binoths Ansatz aufgenommen worden, bestätigte Nicole Kaelber, die Vorsitzende der IG Wihö, anschließend im PZ-Gespräch: „So sehe ich es auch, als gebürtige Pforzheimerin schlägt mein Herz für die Stadt.“ Letztendlich profitierten doch die Gewerbetreibenden in allen einzelnen Bereichen, wenn es Pforzheim insgesamt gut gehe. Dass die Händler auf der Wihö dicht vernetzt sind, führte nicht nur die gute Resonanz beim Frühstück vor Augen. Kaelber erinnerte bei diesem Treffen an den Tag der offenen Betriebe, der morgen, Freitag, um 8.30 Uhr auf dem Roller-Parkplatz im Beisein von OB Peter Boch startet und an dem rund 300 Schüler hinter die Kulissen der Firmen auf der Wihö blicken.