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Das Gesamtensemble: Vorne die Stadtbibliothek, dahinter das Neue Rathaus und das Alte Rathaus. Der Rundung der Deimlingstraße folgen zwei große Gebäude mit Läden, Rathausbüros, Wohnen und Kitas, entlang der Östlichen stehen zwei weitere Baukörper mit ähnlicher Nutzung. Als Ergebnis des Dialogs dominiert nun nicht mehr Handel (7500 Quadratmeter), sondern Wohnen (10.000 Quadratmeter). 
Das Gesamtensemble: Vorne die Stadtbibliothek, dahinter das Neue Rathaus und das Alte Rathaus. Der Rundung der Deimlingstraße folgen zwei große Gebäude mit Läden, Rathausbüros, Wohnen und Kitas, entlang der Östlichen stehen zwei weitere Baukörper mit ähnlicher Nutzung. Als Ergebnis des Dialogs dominiert nun nicht mehr Handel (7500 Quadratmeter), sondern Wohnen (10.000 Quadratmeter).  © Ketterl
20.11.2017

Der Plan für die Pforzheimer Innenstadt-Ost ist gefasst

Pforzheim. Wie soll die neue Innenstadt Ost aussehen? Rathausspitze, Jury und Projektbeirat zeigen den Entwurf, der’s werden soll. Große Einhelligkeit herrscht vor. Auch Oberbürgermeister Peter Boch steht dahinter, will aber die Bürger fragen.

So also soll die östliche Hälfte der Pforzheimer Innenstadt in ein paar Jahren aussehen: Statt des Parkplatzes hinterm Rathaus zur Deimlingstraße hin zwei Gebäude, die sich vom Baukörper her an der Stadtbibliothek orientieren, mit einer gerundeten, dem Straßenverlauf folgenden Fassade aus Stein und Putz und abgerundeten Ecken, wie sie auch das gleichfalls benachbarte Alte Rathaus hat. Das Technische Rathaus muss weichen, seine Büros kommen in den Neubauten unter, die ansonsten noch Läden mit variablen Verkaufsflächen erhalten – ob 400 oder 1200 Quadratmeter, entscheidet der Mieter und somit der Markt. Zudem soll es zwei Kitas geben und reichlich Wohnraum, gemeinsam mit den zwei Gebäuden auf der Nordseite der Östlichen Karl-Friedrich-Straße rund 100 Wohnungen, dazu 3000 Quadratmeter für ein Hotel. Die Verkaufsfläche ist auf 7500 Quadratmeter angesetzt.

Am Montag stellten OB Peter Boch, Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, der Vorsitzende der Architekten-Jury, Jörg Aldinger, und der Pforzheimer Architekt Peter W. Schmidt als Sprecher des Projektbeirats diesen Entwurf vor, den beide letztgenannten Gremien einstimmig auf Platz eins der drei sich noch im Rennen befindlichen Konzepte interessierter Investoren gewählt hatten.

„Ich spreche mich für die Verwirklichung der Innenstadt-Ost aus“, legt sich der OB auf Nachfrage fest. Allerdings sei es von enormer Bedeutung, dass nichts gegen den Willen der Bevölkerung umgesetzt werde, was diese dann womöglich nicht mittrage.

Zunächst ist es ab Anfang Dezember an den kommunalpolitischen Gremien zu beschließen, ob das Rathaus den Sieher-Entwurf zur weiteren Arbeitsgrundlage kürt und dann die Bürgerbeteiligung einläutet. Die entscheidende Gemeinderatssitzung ist auf Dienstag, 19. Dezember, angesetzt. Am Donnerstag, 14. Dezember, ist im Lichthof des Alten Rathauses ab 19.30 Uhr eine Bürgerinformation angesetzt. Die Gebäude könnten 2022 oder 2023 fertig sein.

Nach Kalkulation der Stadt stehen geplanten Ausgaben von 29,5 Millionen Euro (Grundstücksankauf 12,9 Millionen, der Rest Planungs- und Verfahrens- sowie Erschließungs- und Straßenbaukosten) Einnahmen von 20,5 Millionen Euro an Fördergeldern und durch Grundstücksverkäufe gegenüber. Unterm Strich kalkuliert die Stadt damit, dass rund neun Millionen Euro an ihr hängen bleiben werden, wovon sie 6,8 Millionen für Grundstücksankauf und weitere drei Millionen für Untersuchungen und Planungen bereits ausgegeben hat. Demgegenüber werde der Investor zwischen 100 und 120 Millionen Euro in Pforzheim investieren.

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