Verkehrswacht Sicherer Schulweg
Vertreter verschiedener Einrichtungen appellieren an Rücksichtnahme gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmern: den Kindern. Am Montag beginnt die Schule – auch mit Kontrollen der Polizei.  Foto: Meyer 

Der Schulweg der Kleinen in Pforzheim und dem Enzkreis soll sicherer werden

Pforzheim/Enzkreis. Sie haben nicht nur einen gemeinsamen Freund: den Schüler, ob groß oder klein. Sondern auch einen gemeinsamen Feind: die „Elterntaxis“ – überfürsorgliche Mütter und Väter, die den Nachwuchs am besten bis ins Klassenzimmer fahren würden, gern auch mit dem SUV – der die Sicht besonders auf ABC-Schützen erschwert –, der auch noch auf der Straße gewendet wird. „Wenn ich diese Harakiri-Situationen sehe, wird mir schlecht“, sagt – nicht zum ersten Mal – Timo Gerstel, Obermeister der Kfz-Innung.

Mit dieser Einschätzung ist er nicht allein: Bei der Vorstellung der großformatigen Spannbänder, die in Pforzheim und dem Enzkreis vor allen Schulen und den Ortseingängen angebracht wurden oder werden, und der Reflektoren am Ranzen (3000 „Blinkies“ wurden an den Schulen verteilt) in den neuen Räumlichkeiten der Sparkasse Pforzheim Calw stimmen alle Beteiligten der Aktion „Sicherer Schulweg“ in Gerstels Lamento ein. Seien es Vertreter des Staatlichen Schulamts, der Polizeireviere, des Referats Prävention, der Verkehrsgruppen des Präsidiums, der Stadt, des Enzkreises, des Jugendgemeinderats, des DRK und der Verkehrswacht. „Elterntaxis“ seien unnötig, nicht nachvollziehbar, gefährlich und kontraproduktiv – und wenn, seufzt man unisono, sollten die Eltern ihre Kinder wenigstens in ein paar hundert Meter Abstand aussteigen und den Rest zu Fuß gehen lassen.

Mehr über die Aktion „Sicherer Schulweg“ lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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