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Die frischgebackenen Goldschmiedemeister (von links): Ortwin Thyssen, Manuel Meyer, Elisa Rademacher, Manuel Wollmann, Chantale Theisen, Clara Löwe, Steffi Stahl, Tobias Leeb-Schmidt.  Foto: Tilo Keller 

Der gute Name ist die beste Werbung: Acht Meister schließen Goldschmiedeschule ab

Pforzheim. „Sie können sehr stolz auf sich sein“, so Margit Köpfer, Obermeisterin der Gold- und Silberschmiedeinnung Pforzheim-Enzkreis beim traditionellen Meistertrunk. In diesem Jahr haben acht Jungmeister den erfolgreichen Abschluss ihrer Meisterprüfung feiern können. „Der Meisterbrief ist die höchste Auszeichnung, die man im Handwerk erhalten kann“, hob Margit Köpfer in ihrer kurzen Ansprache hervor und forderte die neuen Meister auf, ihr fachliches Wissen auch an die jüngere Generation weiterzugeben. „Ein guter Name ist Gold wert und wird für sie immer die beste Werbung sein“, erklärte sie. Michael Kiefer, Rektor der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim, erinnerte an die besonderen Umstände in der Corona-Krise. „Im März mussten wir die Schule erstmal schließen“, berichtete er. Für 50 Lehrer und 500 Schüler sei diese Zeit nicht einfach gewesen.

„Hochwertiger Schmuck kann nur entstehen, wenn man präzise arbeitet“, merkte er an. „Da kamen wir digital an die Grenzen.“ Doch dank praktischer Veranlagungen seien bald Lösungen gefunden worden. Köpfer leitete die Zeremonie zur Aufnahme der Jungmeister in den Stand der ehr- würdigen Gold- und Silberschmiedemeister mit vier Hammerschlägen auf einen kleinen Amboss ein.

Wirtschaft

Sponsoren rüsten Labor der Goldschmiedeschule in Pforzheim auf

Jeder Jungmeister bekam einen Punkt aus Borax und einen aus Polierrot auf die Stirn gepinselt, damit das Schmelzen immer gelinge und der Schmuck immer glänze. Der sanfte Hammerschlag auf die Schulter stand für die Beherrschung von Gold und Silber. Und der Wein aus den Kelchen für den Geist der alten Meister.

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Meisterstück: Clara Löwe mit ihrem Lippenstift.

Für ihr Meisterstück, das sich durch herausragende praktische Arbeit auszeichnet, erhielt Clara Löwe den Ernst Alexander Wellendorff Gedächtnispreis, gestiftet von der Schmuckmanufaktur Wellendorff. „In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf eine außergewöhnliche Arbeit, ein hochwertiger Lippenstift, gefertigt in 18-karätigem Gold“, sagte Karl Urbitsch, ehemaliger Fertigungsleiter bei Wellendorff. „Die Arbeit besticht durch ein schlichtes, edles Design.“

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