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Derivate-Debakel in Pforzheim

Die damalige Stadtkämmerin Susanne Weishaar erläutert 2007 die drohenden Derivate-Verluste.
Die damalige Stadtkämmerin Susanne Weishaar erläutert 2007 die drohenden Derivate-Verluste.
21.10.2015

Derivate: Die Deutsche Bank schweigt nach Klage-Ankündigung

Die Deutsche Bank bleibt sich treu: Das Kreditinstitut gibt keinerlei Stellungnahme zum Derivate-Debakel der Stadt Pforzheim ab. Das hatte 2005 mit spekulativen Zinstausch-Papieren der Deutschen Bank seinen Anfang genommen und 2006 in weitere, ähnliche Derivate-Geschäfte mit der Investmentbank J.P. Morgan Chase (JPM) mit einem Verlust von rund 57 Millionen Euro gemündet.

Mit JPM hat sich die Stadt 2014 in einem Vergleich geeinigt, der Pforzheim 37 Millionen Euro Ausgleich bescherte. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bank dagegen waren gescheitert, weswegen der Pforzheimer Gemeinderat am Dienstag beschloss, den Klageweg zu beschreiten (die PZ berichtete).Nun also erneut: „Wir kommentieren die Ankündigung der Stadt nicht“, teilte ein Sprecher der Deutschen Bank mit. Die Stadt ist zuversichtlich, was eine juristische Auseinandersetzung angeht. Man gehe „sehr hoffnungsvoll“ in das Verfahren, heißt es im Rathaus. Die Klage ist nach Angaben des von der Stadt beauftragten Anwalts sehr umfangreich und umfasst über 30 Leitz-Ordner. Die Bank habe Pforzheim fehlerhaft beraten, sagte der Anwalt. Es seien Produkte zur Zinsoptimierung angepriesen worden, die dafür nicht geeignet gewesen seien, „sondern hochspekulativ“. Mehr lesen Sie am 22. Oktober 2015 in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news

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