Deutsche Bank
Stadt und Deutsche Bank verschieben Verjährungsfrist

Derivate: Stadt und Deutsche Bank verschieben Frist

PFORZHEIM. Die Stadt Pforzheim und die Deutsche Bank haben sich nach PZ-Informationen geeinigt, dass die Verjährungsfrist um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2012 verlängert wird. Somit bleibt genug Zeit für weitere Gespräche und die Möglichkeit einer gütlichen Einigung.

Bekanntlich geht es um die Ursache für ein 57-Millionen-Euro Debakel, resultierend aus Zinswetten. Die Stadt argumentiert, die Deutsche Bank hätte diese Derivate zur angeblichen Optimierung von Zinsen auf die Schulden der Stadt nie verkaufen dürfen. Außerdem sei man nicht nur unzureichend über die Risiken informiert worden. Die Geschäfte wurden unter der ehemaligen Oberbürgermeisterein Christel Augenstein und Ex-Kämmerin Susanne Weishaar getätigt. Als sich die Zinsen zuungunsten der Stadt zu entwickeln drohten, „spiegelten“ Augenstein und Weishaar die Geschäfte, diesmal mit der Bank J.P. Morgan. Doch dann ging es richtig schief. Am Ende stand ein gigantischer Verlust, und deshalb will Pforzheim zum einen vor dem Bundesgerichtshof Geld zurück von J.P.Morgan, aber hinter den Kulissen auch von der Deutschen Bank. Beide schauen nun angestrengt nach Karlsruhe, wie der Rechtsstreit ausgeht, aber weder Deutsche Bank noch die Stadt Pforzheim stehen durch die Verlängerung der Verjährung unter dem Druck, in den nächsten zwei Wochen unbedingt eine Entscheidung treffen zu müssen. ol