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Derivate-Debakel in Pforzheim

Deutsche Bank © Symbolbild dpa
31.01.2015

Derivate-Debakel: Deutsche Bank soll zahlen

Die Stadt Pforzheim bestätigt, sich nach der Schadensersatzzahlung von J.P. Morgan im Derivate-Debakel auch an die Deutsche Bank halten zu wollen. Geschäfte mit der Deutschen Bank hatten das Fiasko ausgelöst. Insgesamt hatte die Stadt Pforzheim 55,9 Millionen Euro verloren, durch einen Vergleich mit J.P. Morgan im Dezember 2014 diese Verluste aber um rund 37 Millionen Euro verringert.

Spätestens mit der Überweisung von 28,1 Millionen Euro Schadensausgleich für verlustreiche Derivate-Geschäfte durch die Investmentbank J.P. Morgan Mitte Januar rückte der Umgang der Stadt mit dem anderem beteiligten Bankhaus in den Fokus. Denn mit spekulativen Zinsderivate-Geschäften bei der Deutschen Bank hatte in den Jahren 2004 und 2005 alles seinen Anfang genommen.

Weil deren Kurse anders als erwartet verliefen und Verluste in unbegrenzter Höhe einzubringen drohten, zog die damalige Stadtkämmerin Susanne Weishaar 2006 die Reißleine und schloss zur Begrenzung der Verluste exakt entgegengesetzte Derivate, so genannte Spiegelgeschäfte, mit J.P. Morgan ab. Kritiker verglichen das seinerzeit damit, im Casino gleichzeitig auf Rot und auf Schwarz zu setzen. Die Stadtverwaltung hatte beständig erklärt, von der Deutschen Bank über das Geschäft nicht ausreichend beraten worden zu sein.

Mehr lesen Sie am 31. Januar 2015. in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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