nach oben

Derivate-Debakel in Pforzheim

Unsichere Lage: Ob Pforzheim mit seiner Klage Erfolg hat, ist noch offen.
Unsichere Lage: Ob Pforzheim mit seiner Klage Erfolg hat, ist noch offen.
03.02.2016

Derivate-Debakel: Pforzheim gegen Deutsche Bank im Juli vor Gericht

Zwei Prozesse stehen im Streit um die hochspekulativen Derivategeschäfte der Stadt Pforzheim noch aus: Am 13. Juli 2016 beginnt der Prozess der Stadt gegen die Deutsche Bank, im Jahr 2017 stehen die ehemalige Oberbürgermeisterin Christel Augenstein, Ex-Kämmerin Susanne Weishaar und der kommissarische Kämmerer Konrad Weber vor Gericht. Aber auch Gemeinderäte verschiedener Fraktionen stritten sich zuletzt wegen der Zinswetten: Wer wusste wann von welchen Geschäften, von welchem Risiko?

Diesen Fragen ist die PZ nachgegangen. In der großen Derivate-Chronik wird gezeigt, welche Versäumnisse und welche Verdachtsmomente es gab. Die Chronik gibt es im PZ-Plus-Bereich sowie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“.

Welche Versäumnisse die Deutsche Bank bei ihrer Beratung machte, soll nun das Landgericht Frankfurt entscheiden: Das Gericht bestätigte der PZ, dass die Anwälte der Stadt mit denen des Bankhauses am 13. Juli die Klingen kreuzen. Rund 20 Millionen Euro Schadensersatz fordert Pforzheim von der Bank, die ihr als erstes zu den spekulativen Papieren geraten hatte. Eine Möglichkeit wäre ein Vergleich. Nach dem auf 2017 verschobenen Strafprozess gegen Augenstein, Weishaar und den kommissarischen Kämmerer Konrad Weber könnte das Kapitel Derivate in der Goldstadt dann tatsächlich geschlossen werden. Muss bei der Klage gegen die Bank aber das Gericht entscheiden, sind Revisionen wahrscheinlich. Dann könnten schnell weitere drei bis fünf Jahre ins Land gehen, bis das endgültige Urteil steht.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.